E-hendlich: Wir wissen nun, welches
Münchner Bier (
Helles, klar) am besten schmeckt! Ein Wagnis: Würde das allseits beliebte Augustiner wirklich am besten abschneiden? Würde das vielgeschmähte Löwenbräu wirklich verlieren? Und weiß eigentlich irgendjemand, wie Hacker-Pschorr schmeckt?
Echte Münchner können die sechs städtischen Biersorten natürlich im Schlaf herunterbeten, der Vollständigkeit halber seien sie aber nochmal erwähnt: Augustiner, Löwenbräu, Spaten, Hacker-Pschorr, Paulaner und Hofbräu. Das von den sechsen mit Abstand beliebteste Bier ist in München das Augustiner - es ist neben Hofbräu das einzige, das noch nicht zu einem internationalen Brauereikonglomerat gehört, und überhaupt das einzige, das komplett auf Werbung verzichtet.
Das Test-Setup war simpel: Der S., der befreundete Finne A. (Hi A.!!1!) und ich, und M. war auch noch dabei, die mag nämlich Bier nicht so besonders gerne, und hat somit die überaus wichtige Aufgabe übernommen, in der Küche die Gläser einzuschenken, während wir Nerds im Wohnzimmer A.s neue Hardware begutachten konnten. Ein Blindtest also! Bier war eingeschenkt, und los gings:
Bier inne Gläser!
Jeder von uns (Nerds!) hat sich schnell spontan ein eigenes Bewertungssystem gebastelt, der A. hat die Biersorten in eine Matrix eingetragen, ich habe gepunktet, und der S. hat auch schnell irgendwas Esoterisches aus dem Hut gezaubert. Dabei haben wir unsere Eindrücke ausführlich diskutiert.
Und außerdem probiert, den Bieren die Namen zuzuordnen
Sehr spannend: Am Anfang schmecken die Biere wirklich ziemlich gleich, erst nach ein paar Probierschlucken kommen die Unterschiede stärker heraus. Erstes, wenig überraschendes Fazit also: Auch Bier ist wie Pizza: Even when it's bad, it's still pretty good!
Probiernotizen.
Und was ist rausgekommen? Naja:
Bei der Biersortenzuordnung haben wir allesamt ziemlich versagt, es gab nur ein paar einsame Treffer.
Auswert, auswert!
Und welche waren am besten? Da wir kein einheitliches Bewertungssystem hatten, ist ein exaktes Ranking sinnlos - auf grobe Platzierungen konnten wir uns aber einigen. Und so schauts aus:
Platz 1 und 2: Die besten beiden waren
Augustiner (juhu!) und
Hofbräu (yay!). Augustiner war das leichteste und erfrischendste Bier, ziemlich mild und spritzig, wirklich sehr gut. Hofbräu war ein bisschen herber, malziger und interessanter - und fand ebenfalls allseitigen Anklang.
Platz 3 und 4: Hier sind
Paulaner und - erstaunlicherweise -
Löwenbräu gelandet. Letzteres allerdings umstritten: Während der S. das Löwenbräu sogar auf Platz 2 hinter Augustiner gesehen hat, mochte ich es überhaupt nicht: Recht kohlensäurig, hopfig und mit bitterem Nachgeschmack - not my thing, das von S. offensichtlich schon. Paulaner war in Ordnung, ein bisschen sauer und recht würzig, nicht schlecht, hat aber auch niemanden vom Hocker gerissen.
Platz 5 und 6, die Schlusslichter: Tja, puh,
Hacker-Pschorr und
Spaten: Hacker-Pschorr ging sogar noch, war aber deutlich saurer als Paulaner und fast unangenehm bitter. Spaten aber ging fast überhaupt nicht: Fast kohlensäurefrei, flach und bitter war es wirklich fast untrinkbar.
Das war also der Biertest: Hurrah, die Guten haben gewonnen! Löwenbräu ist vielleicht doch garnicht so schlecht wie immer behauptet! Aber, tolles Biergulasch (wie uns heillos betrunkener Runde nach dem Biertest vom A. aufgetischt wurde), kann man bestimmt mit allen kochen:
Unscharf weil dunkel und betrunken.