Archive for July 2006

Cheerio, luv!

Von: rosa

Ich bin ja der englischen Sprache ziemlich gewogen, allerdings strikt der britischen und nicht der US-amerikanischen Variante: Während ich in Großbritannien ja schon oft war, auch länger gelebt habe, war ich noch nie in den USA und hab da natürlich (den Medien und Hollywood sei dank) auch zahlreiche Vorurteile.

Geschenke aus dem Land der bescheuerten Cup-Maße bei Rezepten nehme ich natürlich trotzdem gerne:



Vielen Dank! Endlich Muffinbacken aus meinen amerikanischen Lieblingsfoodblogs ohne nerviges Rumkonvertieren! Bleibt allerdings die Frage: Gestrichen oder gehäuft?

UPDATE: Übrigens: Schnell, schnell noch beim European Blogging By Post, dem europäischen Fresspäckchentausch bewerben!
Ein neues DFssgF können wir ja so für in 2-3 Monaten anpeilen, oder?

Kontraste und Abendessen

Von: rosa

Meine letzten beiden Wochenenden waren ja von kulinarischen Kontrasten geprägt. Während es vorletztes Wochenende zwischen Ellen Alien, Das Pop und The Streets Bier und komisches Festivalstandessen gab (obwohl: Die Pakoras, die es beim Indienstand gab, waren garnicht so schlecht, die Pizza allerdings festivaltypisch grauenvoll, feuchte Weißmehlfladen mit Käseschleim) wurde letztes Wochenende bei Familienfeierlichkeiten im Süden geschlemmt: Tomatensuppentrilogie, Fischmosaike und Schokoladencanneloni gab es da, mit Bionade, Himbeeren und drei Darjeelingsorten konnte das Frühstücksbuffet aufwarten.

Jetzt also erstmal wieder der goldene Mittelweg, vor allem aber ein bisschen konsequenter vegan:


Tomatenkritheraki, Maiskolben und gebratene Zucchinischeiben mit Knoblauch zum Abendbrot.

Panzanella

Von: rosa



Dieser fantastische Salat (Idee und Originalrezept bei Chocolate & Zucchini gefunden) ist seit einem Jahr einer meiner Lieblinge zur Tomatensaison.

Gegenüber einem herkömmlichen Tomatensalat bietet er mannigfaltige Vorteile:

* Man kann prima altes Brot loswerden

* Das übliche Tomatensalatproblem, nämlich, dass der Salat immer viel zu viel wässrige Flüssigkeit zieht, die aufzulöffeln irgendwie blöd und unlecker wäre, die aber andererseits eigentlich das Beste am Salat ist, besonders, wenn man, wie ich, ein köstliches Luxusöl wie Arganöl verwendet, ist erledigt: Das Brot saugt alles auf und bindet den Salat zu einem köstlichen Schlampf.

Und so gehts:
Tomaten (und anderes Gemüse, falls vorhanden - ich mag den Salat allerdings nur mit Tomaten am liebsten) kleinschneiden, salzen, pfeffern, mit ein wenig Essig und reichlich Öl übergießen. Altes Brot in Stücke reißen und unter den Salat heben, das Verhältnis Tomaten:Brot finde ich bei ca. 3:1 optimal.
Durchziehen lassen, bis das Brot schön matschig ist.
Falls vorhanden, mit frischem Basilikum bestreuen.

Fruchtgenuss

Von: rosa


Johannisbeerenmotsch mit Blaustich

So mag ich Sommerbeeren ja besonders gerne:
Leicht zermotscht (mit langem O) mit der Fruchtsorte angemessener Zuckermenge versehen und mit (Soja-)Milch angießen im Verhältnis 1:1. Ein dicker Shake, oder flüssiger Nachtisch zum Löffeln, herrlich.

Außerdem muss ich ein paar Vitamine vorlegen.
Mein antizipierter Wochenendspeiseplan für Freitag wie Samstag sieht nämlich so aus (Hardcoreveganerinnen bitte weggucken!):
18:00 Bier
19:00 Müsliriegel
20:00 Bier
21:00 Asiaschlampf oder Schlimmeres
22:00 ff Bier

Ein Frühstück mit Ausdruck!

Von: rosa



Grrrr!

Wie ich ein bisschen grantig über den WM-Ausgang: Das befüllte Mini-Fladenbrot.

Innendrin Rucolapesto (mit Walnüssen, Olivenöl und Knoblauch), Tomaten und etwas Salat. Zusammen mit einem Sojamilchkakao hat mich das bis heute Nachmittag gut sattgehalten.

Mehr Hitzeessen

Von: rosa



Die schlimme Hitze hat ja nachgelassen (die Schnuppensuppin ist keine Hitzefreundin), schwül ist es aber immer noch, und besonders gerne esse ich zur Zeit solche improvisierten Asienschlampf(*)salate:

Glasnudeln beliebiger Art kochen (für Salate mag ich am liebsten die feinen), etwas Sesamöl unterrühren und auskühlen lassen. Dann nach Gusto gekochte und rohe Gemüsestreifen unterheben. Etwas Ingwer dazureiben, Schuss Zitronen- oder Limettensaft, helle Sojasauce. Eine andere Salatzusammenstellung hab ich hier schonmal gebloggt, diesmal gabs Paprika und Spinat dazu und gerösteten Sesam drübergestreut.

* Asienschlampf nenne ich die in Berlin besonders beliebte, hier bei asiatischen Restaurants aller Länder, ob Thai, Vietnamesisch, Chinesisch, allgegenwärtige, schleimig-fette, bräunliche Nudelpfanne mit verkochten Gemüsestreifen drin. Mein Nudelsalat erinnert natürlich nur, was die Optik betrifft, ganz vage an solche Schlampfpfannen.

Gestern Mittagessen

Von: rosa



Sehr, sehr lecker, ein Hitzeessen: Bulgur mit Petersilie, Minze, Tomaten und knackig gekochten gelben Linsen. Mit Zitronensaft und viel Olivenöl drin.

Davor (oft esse ich den süßen Nachtischgang am liebsten vor dem Hauptgericht - ich mag zwar Süßes, will aber lieber einen salzigen als einen süßen Nachgeschmack im Mund haben) Wassermelone. Wassermelone! Ich glaube, ich muss mal eine ganze Riesenmegawassermelone kaufen, und testen, wieviel davon ich essen kann.
Arbeitshypothese: Alles.

Heute frisch vom Türkenmarkt

Von: rosa



Heute, am Dienstag, ist am Neuköllner Türkenmarkt ja immer der gentrifizierte Tag, an dem sich einige Biostände unter die Türkenstände mischen (Schnuppensuppe berichtete).

Bei den Türken hab ich also kleine, feste Aprikosen und Tomaten erstanden, bei dem einen Biostand lachten mich dann diese Riesenartischocken so dermaßen an, dass ich eine mitnehmen musste. Samt einer Zitrone, die bald fürs Artischockendressing ihren Saft lassen wird, und deren Schale bereits in einem Topf Milchreis mitköchelt.