Archive for March 2007

Food Gifts

Von: rosa

Essbare Geschenke sind mir ja welche der Liebsten.

Neulich bekommen:



Vorne: Zweimal Schoko, italienisch und spanisch.
Hinten: Londoner Spezialitäten, und zwar "Organic Miso Soup" (ein sachet hab ich schon probiert: Mjam!) und "Cashew Roast Mix". In Großbritannien sind ja (in den USA eigentlich auch?) Nut Roasts, also aus Nüssen und anderen fleischfreien Zutaten geformte, im Ofen gebackene Laibe, die in Scheiben geschnitten mit Sauce verzehrt werden, ein vegetarisch-veganer Hauptgericht-Standard. Früher mochte ich die Dinger nie, die haben mir immer zu sehr nach der muffig-westdeutschen Vollkornküche aus den Achtzigern geschmeckt. Hiermit kann ich meine Meinung nochmal überprüfen - vom Prinzip her finde ich die Dinger nämlich eigentlich ziemlich gut.

Am interessantesten und edelsten: Die vordere Schokolade, ein Nougatbrocken mit ganzen, gerösteten Haselnüssen drin. Eigentlich mag ich Nougat ja nicht so besonders - zu schleimig-süß - aber dieser hier ist wirklich fein:



Schon die tolle Verpackung! Das dicke, schwarzglänzende Papier, in das die Tafel eingeschlagen ist! Die Tatsache, dass der Nougat ein Brocken ohne vorgegebene Stückeeinteilung ist! Die köstlichen Haselnüsse! Das handgeschriebene Haltbarkeitsdatum: 30. April! Am besten aber: Die offensichtlich vom Internet ins Deutsche übersetzte und schlampig abgeschriebene Zutatenliste.

"Dieser Kakao ist eine Kreuzung von Forastero und Criolla. Dieser wunderbare Kakao hat eine rosafarbige Nuance. Jede Plantage hat einen typischen Duft von Kaneel, Karamel und Haselnuss.
Züsatzlich: Reine Haselnussteig, geröstete "Filippo Ceo" Mandeln, "Giffoni" Haselnüsse, und mit Zuckerüberzug. Kakao 36% min. Milchschokolade
Zutaten: Kakaoteig (Papuasia), Kakaobutter, Pulvervollmilch-Emulgator: Sojalezithin - Natürliches Aroma: Tahiti Vanille."


Weiter unten die Anmerkung:
"Es könnte Schalen von Dörrobst enthalten."

Hach!

Die nächsten zwei Wochen: Bin ich dann mal weg.

Auswärts Essen in München

Von: rosa

Meine bisherigen Entdeckungen und wärmsten Empfehlungen:

* Bayerisch: Das Jagdschlössl am Rotkreuzplatz verkauft köstliches Augustiner vom Fass und günstige und gute bayerische Standardküche (Briesmilzwurst, anyone?). Das vegetarischste auf der Karte sind die Kässpätzle mit ca. einem Pfund Käse und einem großen Berg selbstgemachter Röstzwiebeln drauf. Die drei angebotenen Salatteller werden wahlweise mit Rind, Fisch oder Geflügelfleisch angerichtet. Sobald sich auch nur ein Sonnenstrählchen blicken lässt, sitzt das angenehm gemischte Publikum auch schon im kleinen Jagdschlössl-Biergärtchen, direkt am Rotkreuzplatz, rum.
Hier sollte man nur mit großem Hunger hingehen. Dankenswerterweise gibt es für nach dem Essen eine große Schnapsauswahl.
Ansonsten ist es hier ziemlich bayerisch-rustikal, die abgeschnittenen Hirschköpfe im Hauptgastraum (in dem auch gerne mal Fussball läuft) sind mit leichter Selbstironie aber schon mal mit Glitzerkugeln (Weihnachten) oder Papierschlangen (Fasching) dekoriert.

* Kneipig: Die Zentrale in der Artilleriestraße kann ich sehr zum kneipigen Rumsitzen empfehlen: Das Bier ist lecker, es gibt auch Wein und Cocktails, die Einrichtung ist leicht angeschrabbelt und es läuft dezente, alternative Gitarrenmusik. Essen kann man hier auch, beim letzten Mal fand ich es allerdings für den Preis nicht lecker genug.

* Frühstück: Da geht jawohl nix übers Café Puck (Achtung: Leider fiese Popup-Seite mit Flash!). Gutes Essen, köstliche Marmelade (Bananenmarmelade! Muss ich auch dringend mal selberkochen), und eine ganz entzückende, trotz Schwabing to-tal unschnöselige Kellnermannschaft. Und WLAN und massenweise Zeitungen (Taz!), also auch zum Alleinerumsitzen sehr empfehlenswert.

* Nun wohne ich zwar nicht weit von der vielgerühmten Sarcletti-Eisdiele am Rotkreuzplatz entfernt, finde das Eis da aber überhaupt nicht besonders. Die Geschmacksrichtungen klingen alle sehr verlockend, die paar Kugeln, die ich probiert habe, waren aber alle zu süß, ein bisschen wässrig, und irgendwie... nix Besonderes halt. Dafür letztes Wochenende eine Zufallsentdeckung gemacht: Um die Ecke vom Café Puck hat nämlich ein Eisladen aufgemacht, der das aller-, ALLERleckerste Eis verkauft, das ich seit Langem gegessen habe. Besser fast als das "Caffè e Gelato" am Berliner Potsdamer Platz. Es gibt nur wenige Sorten, zur Hälfte Standards, zur anderen Hälfte Extravagantes (ganz HERRLICHES, dick-cremiges, tiefbraunes Schoko-Ingwer-Eis zum Beispiel). Den Namen hab ich mir im begeisterten Eisrausch nicht mehr merken können. Ist aber leicht zu finden: Genau an der Ecke Theresien- und Türkenstraße. Und die freundliche Verkäuferin bietet einem neben den gekauften Eiskugeln noch ein Probierlöffelchen mit einer weiteren Sorte nach Wahl drauf an. Hach. Davor werden im Sommer die Schlangen lang sein, ich sags Euch.

[UPDATE: "Balla Beni" heisst die Eisdiele, ahem. Kann mir das zufällig jemand übersetzen? Mein frei und dreckig flottierendes Gehirn hat das flugs als "decent balls" interpretiert; ich hoffe, dass ich falsch liege].

Blancmanger

Von: rosa

Mein Mitbewohner hat ein neues Hobby.


Puddingstürzen: Funktioniert tatsächlich!

Beim Kühlschranköffnen bin ich nun immer ziemlich angespannt ob der glibberigen Kunstwerke, die mir stoisch entgegenwabbeln.

Käsekuchen auf Mutterart

Von: rosa



Meine Schulzeit über hat meine Mutter keinen anderen Käsekuchen gebacken als diesen hier. Und er ist köstlich, und ganz einfach!
Schmeckt mir auch jetzt noch besser als die meisten Käsekuchen mit Mürbteigboden. Seit ich in Berlin gewohnt habe, wo die Bäcker tatsächlich "Russischen Zupfkuchen" verkaufen (bis dahin hatte ich das für eine Erfindung der Fertigbackmischungsfirmen gehalten), mache ich ihn allerdings immer mit Kakaopulver in den Streuseln. Den Kontrast zwischen leicht zitroniger Füllung und dem schokoladigen Belag und Boden finde ich besonders gut.

Und so gehts, man nehme:
Für den Teig:
250 g Mehl (ich nehme 200 g Mehl, 50 g ungesüsstes Kakaopulver)
125 g Zucker
1 Eigelb
125 g Butter in kleinen Stückchen
1 TL Backpulver
1 gute Prise Salz
Für die Füllung:
125 g flüssige Butter
250 g Zucker (ich nehme 150 g Zucker, reicht mir vollkommen mit der Süße)
3 Eier
1 Zitrone, abgeriebene Schale und Saft
1 EL Grieß
750 g Magerquark

Streuselzutaten miteinander verkneten, bis ein bröseliger Teig entsteht.
Zutaten für die Füllung verquirlen.

Zwei Drittel des Streuselteiges in eine gefettete Springform geben, am Boden und an den Seiten etwa 3 Zentimeter hoch andrücken. Quarkmasse darübergeben und gleichmäßig mit den restlichen Streuseln bedecken.

Bei ca. 170 Grad ca. 80 Minuten lang backen.

Overload

Von: rosa

Es gibt so viel zu tun. Deshalb fange ich garnicht erst an, sondern habe gestern erstmal einen Kuchen gebacken. Nach einem köstlichen Mutterrezept, welches in den letzten paar Jahren veganismusbedingt ziemlich stiefmütterlich behandelt wurde. Und nun kann ich kein Photo machen, weil ich (letzte Woche gabs auch viel zu tun) meine Speicherkarte in einer Fremdkamera vergessen habe. Jammer, jammer. Falls ich die Karte heute zurückergattern kann, und ich Abends hier noch ein paar photogene Kuchenreste vorfinde, werde ich das nachholen.

So viel zu tun habe ich, dass ich bisher erfolgreich verdrängen konnte, dass ich in knapp zwei Wochen ziemlich weit weg fahren werde, eine Flugreise ist leider unabdingbar. Nun habe ich ja leider Flugangst (wir erinnern uns an die Episode vor der Reise nach Spanien). Mein Verstand sagt mir also, dass ich dringend schon mal eine präventive Flugangstakupunktur buchen sollte. Die hat letztes Mal schließlich ganz gut gewirkt. Also: Kennt zufällig jemand meiner Münchner Leserinnen jemanden, derdie sowas nicht allzu teuer durchführt? Bitte vertrauensvoll an rosa an schnuppensuppe.de wenden. Besten Dank!

Markenvergleich: Wasabierbsen

Von: rosa



Seit mein erstes DFssgF-Paket mich meine Haltung zu Wasabierbsen überdenken ließ (danke, nn!), bin ich ja wasabierbsensüchtig.

Und obwohl die ähnlichen Verpackungen, die identischen Füllmengen und die nahezu gleichen Zutatenlisten (links: "Grüne Erbsen, Klebereismehl, Weizenmehl, Wasabi, Palmöl, Sonnenblumenöl, Zucker, Salz, E102, E133", rechts: "Erbsen, Reismehl, Weizenmehl, Palmöl, Sonnenblumenöl, Zucker, Wasabi, Salz, Sojasauce, E102, E133") keinen Wasabierbsenmarkenunterschied vermuten lassen würden, schmecken mir die rechten Erbsen besser. Der Wasabi ist schärfer, der Erbsenüberzug weniger bröselig, und viel gleichmäßiger nach dem Gießkannenprinzip auf die Erbslein verteilt.