Archive for June 2008

Gestern Mittagessen

Von: rosa




Schnell gedünstete dicke Bohnen (mit viel Knoblauch und etwas Sojasauce), ein paar Tomaten, eine dicke Scheibe reifer Cheddar, und etwas eingesalzenen Rettich (danke an Véronique für die Einsalzinspiration!), dazu Brot. Ein leckeres Hitzeessen!

Und fürs herannahende Fußballspiel möchte ich noch eine Empfehlung loswerden:
Das Spiel wird beim Guardian live kommentiert, und zwar mit ausführlicher Selbstironie ("I shudder to imagine what these teams would do to England"). Auch, wenn man die Kommentare nicht live am Laptop verfolgen kann - sie nach dem Spiel zu lesen, macht fast genau so viel Spaß.

Englandmitbringsel

Von: rosa

Kein Urlaub für mich, ohne mich mit lustigen Lebensmitteln aus dem Gastland einzudecken:



Einen "medieval mustard",
einmal Picalilli (süßliches Pickle, schmeckt hoffentlich super mit Käse),
Crumpets (ich _liebe_ Crumpets, diese schwammigen Brotscheiben saugen sich so herrlich mit Butter und Honig voll - brauche ich nur noch einen Toaster, vorerst hab ich sie mal eingefroren),
Mandelessenz mit echtem Mandelöl, ohne dieses oft viel zu dominierendes Aroma,
eine Schwarzteemischung speziell "for hard water" (bin ich mal gespannt),
Digestive Biscuits für Käsekuchenkrümelboden,
einen Malt Loaf - ein zäh-klebriges Rosinenbrot, ich liebe ihn, mit dick Butter drauf, mhmm,
dann eine hübsche Dose mit Hefe - nur der Dose wegen gekauft, natürlich,
einen Bohnenmix,
und drei Käsestücke, habe ich schonmal erwähnt, dass englischer Käse wirklich toll und lecker ist und total unterschätzt wird? Hier also einmal Red Leicester, Mature Cheddar und Wensleydale.

Umbauarbeiten

Von: rosa

Ups.

Nach viereinhalb Jahren (WAS, SO LANGE SCHON?) wird es endlich Zeit für einen kleinen Umbau am Bloglayout.

Zwischenzeitlich Unlesbares bitte ich zu entschuldigen, ansonsten freue ich mich sehr über Feedback.

London!

Von: rosa

Hurrah, endlich mal wieder Urlaub: Der Letzte war schließlich schon beinahe 2 Jahre her.

Diesmal also London. Weil ich mal länger in Großbritannien gewohnt habe, fühlt sich das wie meine zweite Heimat an, und ich hatte die Münzen (viel besser als diese blöden Euro-Münzen!), den Linksverkehr und meinen Akzent auch schnell wieder im Griff.

Früher bin ich in London immer bei jemandem untergekommen, der im zentralen und reichen Westminster gewohnt hat, und ich mochte die Stadt nicht so besonders: Viel zu laut, voll gestresster Büroleute, und ganz unfassbar wahnwitzig teuer (einmal Kino für 25 Euro? You've got to be kidding me). Diesmal habe ich jedoch L besucht, im eher proletarischen, unfassbar multikulturellen (Neukölln war nichts dagegen), viel billigeren und überraschend freundlichen Südlondon (thanks for having me!).

Und so wars:


Freilaufende Suppen: Leider gerade aus!


Fruchttausch?


Wunderschöne und sehr leckere indische Süßigkeit: Ein bisschen marzipanartig, ganz innen mit knallgrüner Kardamom-Pistazien-Füllung. Ja, das ist Silber auf der Oberseite


Zusammen gekocht haben wir natürlich auch:


Rosa gräbt in Ls Dachterrassenpflanzkübeln nach Radieschen, die dann ...

... zusammen mit ganz jungen und kleinen Frühlingszwiebeln (wie süüüüüß!) ...

... in diesem ausgefallen Gericht landen. Sowas kommt also raus, wenn sich zwei Kochbloggerinnen zusammentun: Spaghetti mit Tomatensauce und Salat!!1!


Vegetarisches englisches Frühstück.


Einen Tag gings in die Küstenstadt Brighton.



Und was isst man in einer englischen Küstenstadt?


Fish and chips! Köstliche, dick-mehlige Pommes mit ordentlich Salz und Essig drauf, rechts oben im Bild, angebissen, ein pineapple fritter (which I'd like to emphasise wasn't my idea!)


Ls Idee war das dann auch noch, diese tollen Pavlovas zu machen, ganz blitzschnell fertig: Fertige Baisers von Marks'n'Sparks, Erdbeeren drüberschnippeln und fix einen halben Becher flüssige Sahne draufgegossen. Lecker!


Ein Bier, perfekt für Rosa, schon wegen des Namens: Das Eco Warrior! Trüb, leicht bitter, ziemlich mild.


Lecker Cream Tea zum Frühstück: Scone mit "Clotted Cream" und Erdbeermarmelade.


Clotted Cream: Wie Sahne, nur viel fetter, mit einer extrafetten Fettschicht obendrauf. Schmeckt herrlich!
Morgens ein English Breakfast, nachmittags einmal Cream Tea, abends Eco Warrior, mehr braucht man nicht. Vielleicht einmal pro Woche einen Gemüsetag.



Und hier meine heißen London-Tipps:

* Tate Modern und Tate Britain sind kostenlose (außer Sonderausstellungen) und wunderhübsche Museen. Zwischen den beiden fährt eine Shuttle-Fähre auf der Themse hin und her, wenn man das Ticket im Museum kauft, kostet es nur 2 Pfund.

* Bislang habe ich immer alle Londonfahrerinnen auf den Spitalfields Market im East End geschickt. Entsetzlicherweise wurde der historische Markt inzwischen komplett totgentrifiziert und glattbetoniert. Einen Ausflug ins East End würde ich trotzdem immer empfehlen: Liverpool Street aussteigen und durch die Horden gestresster Büroarbeiter nach Osten durchkämpfen, einmal kurz zum Spitalfields Market schauen und ein wenig weinen, dann schnell hundert Meter weiter zum Petticoat Lane Market laufen, und in einer anderen Welt sein. Dann weiter zweihundert Meter zur Brick Lane zurücklegen (dabei möglichst viele kleine Gassen durchstromern), dort gerne indisch essen gehen und indische Süßigkeiten einkaufen.

* In London unterwegs mit wenig Geld? Recht günstiges Mittagessen kann man überraschenderweise in der Drogeriekette Boots erstehen (übrigens, heißer Tipp: Da gibts auch Aspirin für 20 Pence pro Schachtel), es gibt dort nämlich eine große und ordentliche Sandwich-Auswahl. Rosa empfiehlt besonders den Ploughman's Lunch mit Cheddar und Branston Pickle.


Schön wars!



Meins!

Frühstückstrifle

Von: rosa



Gerade zum Frühstück schnell einen Quasitrifle improvisiert: Zwei zerbröselte Vollkornkekse mit etwas Amaranthpops, darüber zerschnipselte Aprikosen, darüber köstlich-cremiger Demeter-Naturjoghurt. Das Ganze mindestens eine halbe Stunde lang durchziehen lassen. Köstlich!

Und weil Trifle (sprich: "Trei-Fell") ein sehr englisches Dessert ist, passt es ja auch prima zu Foodfreaks EM-inspirierter europäischer Rezeptsammlung.
Obwohl, halt. Da war doch was!

Und sowieso bin ich ja nicht für Kochen statt Fußball, sondern für erst Kochen, und dann Fußball. Ich freue mich jetzt schon drauf, Münchens schönste Public-Viewing-Wiesen und Fußballkneipen zu entdecken!