Hurrah, endlich mal wieder Urlaub: Der
Letzte war schließlich schon beinahe 2 Jahre her.
Diesmal also London. Weil ich mal länger in Großbritannien gewohnt habe, fühlt sich das wie meine zweite Heimat an, und ich hatte die Münzen (viel besser als diese blöden Euro-Münzen!), den Linksverkehr und meinen Akzent auch schnell wieder im Griff.
Früher bin ich in London immer bei jemandem untergekommen, der im zentralen und reichen Westminster gewohnt hat, und ich mochte die Stadt nicht so besonders: Viel zu laut, voll gestresster Büroleute, und ganz unfassbar wahnwitzig teuer (einmal Kino für 25 Euro? You've got to be kidding me). Diesmal habe ich jedoch
L besucht, im eher proletarischen, unfassbar multikulturellen (Neukölln war nichts dagegen), viel billigeren und überraschend freundlichen Südlondon (thanks for having me!).
Und so wars:
Freilaufende Suppen: Leider gerade aus!
Fruchttausch?
Wunderschöne und sehr leckere indische Süßigkeit: Ein bisschen marzipanartig, ganz innen mit knallgrüner Kardamom-Pistazien-Füllung. Ja, das ist Silber auf der Oberseite
Zusammen gekocht haben wir natürlich auch:
Rosa gräbt in Ls Dachterrassenpflanzkübeln nach Radieschen, die dann ...
... zusammen mit ganz jungen und kleinen Frühlingszwiebeln (wie süüüüüß!) ...
... in diesem ausgefallen Gericht landen. Sowas kommt also raus, wenn sich zwei Kochbloggerinnen zusammentun: Spaghetti mit Tomatensauce und Salat!!1!
Vegetarisches englisches Frühstück.
Einen Tag gings in die Küstenstadt Brighton.
Und was isst man in einer englischen Küstenstadt?
Fish and chips! Köstliche, dick-mehlige Pommes mit ordentlich Salz und Essig drauf, rechts oben im Bild, angebissen, ein pineapple fritter (which I'd like to emphasise wasn't my idea!)
Ls Idee war das dann auch noch, diese tollen Pavlovas zu machen, ganz blitzschnell fertig: Fertige Baisers von Marks'n'Sparks, Erdbeeren drüberschnippeln und fix einen halben Becher flüssige Sahne draufgegossen. Lecker!
Ein Bier, perfekt für Rosa, schon wegen des Namens: Das Eco Warrior! Trüb, leicht bitter, ziemlich mild.
Lecker Cream Tea zum Frühstück: Scone mit "Clotted Cream" und Erdbeermarmelade.
Clotted Cream: Wie Sahne, nur viel fetter, mit einer extrafetten Fettschicht obendrauf. Schmeckt herrlich!
Morgens ein English Breakfast, nachmittags einmal Cream Tea, abends Eco Warrior, mehr braucht man nicht. Vielleicht einmal pro Woche einen Gemüsetag.
Und hier meine heißen
London-Tipps:
*
Tate Modern und
Tate Britain sind kostenlose (außer Sonderausstellungen) und wunderhübsche Museen. Zwischen den beiden fährt eine Shuttle-Fähre auf der Themse hin und her, wenn man das Ticket im Museum kauft, kostet es nur 2 Pfund.
* Bislang habe ich immer alle Londonfahrerinnen auf den
Spitalfields Market im East End geschickt. Entsetzlicherweise wurde der historische Markt inzwischen komplett totgentrifiziert und glattbetoniert. Einen Ausflug ins East End würde ich trotzdem immer empfehlen: Liverpool Street aussteigen und durch die Horden gestresster Büroarbeiter nach Osten durchkämpfen, einmal kurz zum Spitalfields Market schauen und ein wenig weinen, dann schnell hundert Meter weiter zum
Petticoat Lane Market laufen, und in einer anderen Welt sein. Dann weiter zweihundert Meter zur
Brick Lane zurücklegen (dabei möglichst viele kleine Gassen durchstromern), dort gerne indisch essen gehen und indische Süßigkeiten einkaufen.
* In London unterwegs mit wenig Geld? Recht
günstiges Mittagessen kann man überraschenderweise in der Drogeriekette Boots erstehen (übrigens, heißer Tipp: Da gibts auch Aspirin für 20 Pence pro Schachtel), es gibt dort nämlich eine große und ordentliche Sandwich-Auswahl. Rosa empfiehlt besonders den Ploughman's Lunch mit Cheddar und
Branston Pickle.
Schön wars!
Meins!