Archive for October 2008

Splurge

Von: rosa


Splurge:

1. (Englisch): Prasserei, Kauforgie.

2. Ein schönes Lied einer tollen Band einer befreundeten Foodbloggerin (hi theeeere, L!). Musikvideo hier.

3. Nun ja:


Ganz neu: Sofi!


Auch neu: Ganz viel Bestecki! War aber auch dringend nötig, wegen dem Allertollsten überhaupt:


Hach: Spüli!

In Zukunft werde ich also immer gemütlich auf Sofi sitzend essen, dabei Unmengen an Besteck verdrecken, und Spüli macht alles (außer Sofi) wieder anstandslos sauber. Und auf Sofi haben bis auf Weiteres alle außer mir strenges Krümelverbot!

Krams 18

Von: rosa


* Nun ja, ich denke, das könnte eine leichte Übertreibung sein:

Jedenfalls auf einer 1-Euro-Packung Spekulatius.

* Iiek: Es geht abwärts mit meinem Lieblingslebensmittelladen! Der ist eine Filiale einer kleinen Münchner Bioladenkette (eine große gibt's hier auch noch). Und ich kaufe da nicht deshalb so gerne, weil ich unbedingt alles in zertifizierter Bio-Qualität brauche - wenn Wochenmärkte auch mal regelmäßig zu arbeitnehmerfreundlichen Zeiten offen hätten, würde ich liebend gerne meinen Einkaufsbedarf nur dort decken. Leider scheinen die ihr Augenmerkt immer noch fast ausschließlich auf die Zielgruppe der Hausfrauen mit Tagesfreizeit zu richten - kann sich ja nur noch um Jahrzehnte handeln, bis das mal anders wird, schließlich haben wir in Deutschland auch sonst die Nase vorn was Gleichberechtigung betrifft.
Wenn ich also den sauberen, gut beleuchteten und sortierten, freundlichen Bioladen mit meinem (auch nicht gerade billigen) Supermarkt ums Eck vergleiche (graue Böden, Fruchtfliegenschwärme kreisen über der Gemüseabteilung, unfreundliches wie unbeholfenes Personal, das komplett einer sächsischen Großfamilie zu entstammen scheint), dann machen schon die begleitenden Einkaufsumstände die Entscheidung leicht.
Aber ach, mein Bioladen: Erst wurde die Käsetheke so verkleinert, dass jetzt ein Großteil des Käses fertig abgepackt und traurig in einer Vitrine vor sich hindämmert. Die freundliche Belegschaft scheint in den letzten paar Wochen durch mittelmäßig angelernte Praktikanten ausgewechselt worden zu sein. Und als neulich eine "Andechser-Natur"-"Promotion"-Dame Käsehäppchen anbot, war dann fast endgültig der Ofen aus. Fast, denn: In der Gesamtbilanz gewinnt immer noch der Bioladen. Aber ich seufze leise, und hoffe, dass das nicht nur die Vorboten einer ekligen Spar- und Expansionsstrategie dieser Ladenkette sind.

* Das Nuf bespricht Hackfleisch. Und das ist großartig. Hier geht's zu Teil 1.

* Und dann... hab ich ja letztes Wochenende noch ein bisschen gefeiert, erstaunlicherweise blieb (anders als üblich?) Alkohol übrig, dafür wurde das Buffet fast komplett leergefressen. Ist aber auch viel praktischer so, Bier hält schließlich länger als Linsensuppe. Bilder vom Essen, bevor die Meute darüber hergefallen ist, gibt es natürlich keine, aber ein paar Reste habe ich noch ablichten können:


Letzter Schokoladenmuffin: Leider auch schon weg!


Kümmerliche Focacciareste in drei Sorten: Chorizo & rote Zwiebeln, Oliven & Tomaten, schon aufgegessen: Die mit Kräutern aus dem Schnuppensuppenschen Balkonkasten


Ein Karottenkuchen nebst Apfel-Quitten-Crumbles und Wasabierbsen


Bier ging auch gut weg....


...ebenso, wie die Linsensuppe, von der nur noch dieser kleine Klacks zum Photographieren übrigblieb.

Neukölln revisited

Von: rosa

Puh, viel zu tun gibt es gerade, und außerdem ist mir vorletzte Woche ja noch eine Woche Berlin dazwischengekommen - endlich habe ich meiner alten Heimat Neukölln mal wieder einen Besuch abgestattet! Und wie man vielleicht sieht, bin ich inzwischen endlich im Besitz einer handlichen Digitalkamera - nachdem Zorra passenderweise gerade dazu aufgefordert hat, werde ich die demnächst noch hier im Blog vorstellen.

Also, Berlin. Was soll ich sagen, es hat sich einiges verändert:

Neukölln: Jetzt mit Ortseingangsschild!


Neuköllner Türkenmarkt: Jetzt mit beklopptem Markthinweisschild; der Markt selbst glücklicherweise wie eh und je dominiert von rabiaten, mit Buggy und Einkaufstrolley bewaffneten Türkenmüttern

Und gutes Essen gab's natürlich auch:

Weltbeste Kreuzberger Pizza!


Weltbester, unschnöseliger Mitte-Vietnamese: Einmal rohe Frühlingsrolle und Pho mit Tofu, bitte! Den Preis erwähne ich lieber nicht, ich möchte schließlich meinen süddeutschen Leserinnen nicht die Tränen in die Augen treiben. Aber um den Preis geht's eigentlich garnicht - selbst die 4 mal so teuren Münchner Vietnamesen sind nicht halb so gut! Hier gehe ich immer essen, wenn ich in B bin. Die Frühlingsrolle mit der leichten, süß-sauer-scharfen Essigtunke ist eins meiner Top-10-all-time-favourite-überhaupt-Essen!

Auf meinem Berliner Lieblingsmarkt am Wittenbergplatz (jeden Donnerstag!) hab ich's Abends auch noch geschafft, vorbeizuschauen:

Scharmante Gebäcknamen...


...neckisches Gemüse...


...unfassbare Törtchen.

Für später mitgenommen: Ein "Montblanc", auf dem Bild oben rechts zu sehen, das war mir allerdings ein bisschen zu kompakt, ich mag sie lieber luftig, wie das hier. Außerdem: Ein Canelé, und ich muss ja sagen, diese Dinger sehen nicht nach viel aus, schmecken aber so UNFASSBAR lecker! Wie eine Art Crumpet, ein fast schwammiger, saftiger, grobporiger Teig, eher wenig gesüßt, dafür mit einer knatschigen Karamellkruste, köstlich:


Und Lustiges gab's noch zu sehen:

Hihi!


Haha!

Und schließlich: Ein Ratespiel! Was ist das (da kann man auch überall was essen, oder wenigstens trinken!):
(1):


(2):


(3):

Päckchen auf Europareise rettet vor Feiertagshunger

Von: joha

Liebe Frau Sammelhamster, liebe Frau Rosa Schnuppensuppe,

auch hiermit (endlich meinerseits) ein längst ausstehendes Dankeschön für's Päckchenblog organisieren (an Frau Rosa Schnuppensuppe) und für's am Päckchenblogteilnehmen und Michmitpäckchen beschicken an Frau Sammelhamster (ein Name mit dem ich privat übrigens viel anfangen kann).

Und an dieser Stelle sei auch gleich gesagt, dass es nicht an Frau Sammelhamster liegt, dass dieses Päckchen erst als eines der letzten sechs gebloggt wird. Genau genommen erreichte das Päckchen aus Würzburg bereits am 1. Oktober die Hauptstadt Berlin und fand in Form einer Benachrichtungskarte den Weg in meinen Briefkasten.

Benachrichtigungskarten sind ja immer so eine Sache, aber ich hatte Glück, das Päckchen war bei meinen Nachbarn gelagert. Nun ja, um 22:00 Uhr abends wollte ich die werten Nachbarn nicht nach einem Päckchen fragen, aber am 2. Oktober war ich dann früher zu hause (und die Nachbarn auch) und so hielt ich es am 2. Oktober abends in den Händen.



Da hätte ich es gleich öffnen können, aber das wäre zu einfach gewesen. Schließlich sollte jeder Schritt fotodokumentarisch belegt werden und der nächste Fötoapparat befand sich im "nahegelegenen" Flecken Zechlin, weshalb ich das Päckchen dorthin auf eine kleine Reise mitnahm. Dabei erzeugte es viel Freude und Neugier und zwei weitere Personen wollen nächstes Mal auch beim Dfssg mitmachen.

Allerdings gab es in Flecken doch keinen Fotoapparat und deshalb reiste das Päckchen - übrigens aus Würzburg - wieder mit nach Berlin, wo es endlich fotodokumentarisch festgehalten und in Anwesenheiten von Gästen geöffnet wurde.

Der Inhalt präsentierte sich folgendermaßen:



und war schriftlich begleitet von einem Begleitschreiben:



Weil Sonntag war und ich keine Vorräte zu hause hatte, begleitete mich das Päckchen gleich weiter nach Paris als Proviant.

An dieser Stelle sind der Sammelhamsterin einige Komplimente zu machen, weil sie, ohne tiefere Kenntnis meines Geschmacks ein paar sehr gute Treffer gelandet hat:

- hier sei zuerst der süchtig machende Räuchertofu erwähnt, der die Fahrt am nächsten Tag nach Paris nicht überlebte und demnach da auch nie ankam.
- anders erging es der selbstgemachten Cassis-Johannis-Beer-Rhabarber-Marmelade, die die Reise nach Paris mitmachte, aber sogar in Teilen wieder bis nach Berlin zurückkehrte und weiter genossen wurde.
- das beiliegende Urkorn-Brot als Unterlage des süchtig machenden Räuchertofus und der selbstgemachten Cassis-Johannis-Beer-Rhabarber-Marmelade überlebte die Reise ebenfalls nicht, wurde dafür aber auch noch eigenständig und ohne Auflage verzehrt. Sehr lecker. Ohne diese drei Komponenten hätte ich meinen Gästen am Sonntag auch kein Frühstück bieten können.
- vom Glückstee begleitete mich ein Beutel nach Paris und der machte mich sehr glücklich. Davon abgesehen dass er gut schmeckt bin ich eine große Teeliebhaberin und amüsiere mich zur Zeit so oder so an Glücks-, Frühlings- und Wohlbefindentees aller Art...
- die Datteln überlebten die Parisreise übrigens auch nicht, kamen dort aber immerhin an. Nur halt nicht wieder zurück. Kann ich jeder/m empfehlen, der/die verhältnismäßig gesund nachtischen möchte oder zwischendurch eine Stärkung braucht. Und verträgt sich ausgezeichnet mit dem Glückstee.
- noch nicht probiert sind der schwarze Sesam und die chinesischen Gewürze, was aber vor allem daran liegt, dass ich seit Erhalt des Päckchens nicht mehr gekocht habe. ... Der Bericht darüber wird nachgereicht.

Es grüßt und freut und bedankt sich

Jiminy


Hamburger Päckchen

Von: rosa

Bei meinem Päckchendrama der letzten zwei Wochen ist der Alptraum aller DFssgF-ler wahr geworden: Das Päckchen hätte längst da sein sollen! Aber keine Spur von einer Benachrichtigungskarte! Und ich musste kurz darauf für eine Woche wegfahren! Weil ich als gottgleiche Oberorganisatorin ja mit meinem Päckchenwichtel in direktem Kontakt stehe, konnte erstens herausgefunden werden, wann das Päckchen ausgeliefert wurde (vor knapp zwei Wochen schon!), und auch an wen (Laden hier um die Ecke). Heute also klopfenden Herzens dagewesen, und, hurrah: Mein Päckchen war noch da! Und es war auch glücklicherweise kein - nach 2 Wochen bestimmt nicht mehr allzu angenehm riechender - Käse oder Räucherfisch drin (ich habe es extra vorsichtig aufgemacht)! Wo der H******-Versand die Benachrichtigungskarte gelassen hat, bleibt jedoch weiterhin unbekannt.

Das Päckchen, das Päckchen! Das war drin:



Im Detail:



Asiakram: Currypaste, eingelegter Kohl und Reisgebäck.



Lustiger Kram: Schwarztee mit Vanille, Kuchendekoperlen, Teekonzentrat, selbstgemachter Kürbisaufstrich, Elsässer Meerrettichsenf, Minibaisers aus einer Hamburger Konditorei

Hach, super, super! Die Reiscracker sind köstlich (I love Algen!), auf die Tees bin ich gespannt - der Schwarztee ist anders als die üblichen ja mit echter Vanille, sehr gut, diesen überaromatisierten Kram mag ich nämlich ü-ber-haupt nicht, und die lustigen Konzentrate hab ich ja noch nie gesehen, werde ich gleich mal morgen ausprobieren. Senf liebe ich auch sehr, und Kuchendekorieren ist eines meiner liebsten Hobbies.
Aber falls jemand weiß, was man mit diesem eingelegten Senfkohl anstellt, wäre ich über Kommentare dankbar.

Liebe Foodfreak, vielen Dank nach Hamburg, insbesondere für das Recherchieren nach dem verschollenen Päckchen und den überstandenen Nervenkitzel!

Ein erstaunlich ähnliches Päckchen findet sich übrigens hier, und es kommt auch aus Hamburg, kann da der Zufall im Spiel sein, oder sind die beiden Absender gar persönlich miteinander bekannt? Nick Knatterton, übernehmen Sie!