* Winter! Jetzt reicht's aber langsam wirklich mal! In der letzten Woche zu allmorgendlich furchtbarer aussehenden Schneestürmen aufzuwachen geht einfach nicht, so Ende März! Zum Glück hau ich demnächst erstmal ab nach Frankreich: Ich vertrau drauf, dass das bei meiner Rückkehr dann endlich anders aussieht! OK?
* Für meine Frankreichreise habe ich bereits einen festen
Paristag eingeplant, einfach mal wieder so Rumschlendern, ist schließlich ein paar Jahre her, dass ich das letzte Mal da war. Zwei Shopping-Stopps sind bereits fest eingeplant, und natürlich haben sie mit Essen zu tun, beide habe ich bei Pariser Bloggern (genauer:
David Lebovitz und
Chocolate & Zucchini) aufgetan: Zum einen "
E. Dehillerin", einen Laden mit Küchenzubehör, Töpfen, Messern, Reiben, bei dem der Großhandel einkauft, und ich meine, schaut Euch mal das Bild auf ihrer Startseite an, läuft einem da nicht bereits das Wasser im Mund zusammen? Mir zumindest:
Quelle: http://www.e-dehillerin.fr/index.php
Einziges Problem: So wirklich dringend brauche ich leider nichts. Hmmm. Am ehesten kann ich vielleicht noch die Anschaffung von so feschen Stieltöpfen rechtfertigen, meine Topfkollektion ist nämlich (bis auf den riesigen Marmeladentopf) billig, uralt, abgelebt und stellenweise brüchig. Außerdem mag ich Stieltöpfe ja viel lieber als Henkeltöpfe, Deutschland scheint aber ein Henkeltopfland zu sein, hier sind Stieltöpfe außer vereinzelten Exemplaren jedenfalls nicht so leicht zu bekommen. Liebäugeln tue ich außerdem noch mit einer Kupferschüssel, überhaupt, Kupfer, vielleicht sollte ich mir noch ein paar kupferne
Canele-Formen zulegen? Mäßiger Nutzwert - aber eine entzückende Augenweide? Vielleicht sollte ich aber auch erstmal meine Steuererklärung fertigmachen.
So richtig Hunger kriege ich dann aber erst bei
den Bildern, die David Lebovitz bei "
G. Detou" gemacht hat: Einem Laden für allerlei französische Spezialitäten und insbesondere Backzubehör. Hach: Pistazien, Senf, Zuckerdeko, ich freu mich schon!
* Neulich mal wieder gefeiert, und sehr leckeres Essen gemacht: Zwei Lasagnen, eine mit Spinat und Schafskäse und einer Lage Tomatenscheiben - eine - von
Bolli inspiriert - mit Schinken und Bechamel. Als Nachtisch Mousse au Chocolat (seit Jahren bewährtes Rezept ohne Sahne, dafür mit Butter, aus der
großen Schule des Kochens) mit Schlachsahne und einen Johannisbeer-Streuselkuchen. Lecker! Leider ist nur eine sporadische Photodokumentation vorhanden, ausführlich wurde nur der Herstellungsprozess vom Mousse dokumentiert:
Espresso kochen!
175 g Zartbitterschokolade - mindestens Lindt nehmen! - in 4 EL Espresso unter Rühren auflösen.
4 Eigelb nacheinander einrühren und cremig schlagen. 15 g Butter und einen Esslöffel Rum unterrühren.
4 Eiweiß mit einer guten Prise Salz zu steifem Schnee schlagen. 45 g feinen Zucker einrieseln lassen und mindestens 30 Sekunden lang weiterschlagen. Die Schokomasse, die auf Handwärme abgekühlt sein sollte, vorsichtig unterheben, bis das Ganze nicht mehr so marmoriert ausschaut wie oben. Idealerweise in Gläser füllen - dann kommt die recht feste Konsistenz des Mousses besser zur Geltung - eine große Schüssel geht aber auch. Mindestens einen halben Tag lang kaltstellen. Mit nicht ganz steifer, ungesüßter Schlagsahne servieren. Schleck!
Außerdem:
Johannisbeer-Streuselkuchen, Beeren waren noch eingefroren, Boden ein süßer Eier-Butter-Hefeteig, Streusel ganz normal, ist sehr gut geworden, wenn auch ein wenig dunkel, was aber, hust, nicht am Rezept lag.
Köstliche Schinkenlasagnereste.
Zu allem dazu: Lecker Getränke! Äh, also, Bier, ich glaube, eine Flasche Orangensaft und ein vegetarisches, nein, wie heißt das, alkoholfreies Bier hatte sich in die Auswahl verirrt (für die Schwangere unter den Eingeladenen). Praktisch der einzig positive Aspekt an den aktuellen Temperaturen: Der Balkon war ein prima Kühlschrank.