Archive for May 2009

Scones, Clotted Cream, Kammermusik

Von: rosa

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Neulich mit ein paar musikalischen Freunden und einem willigen Zuhörerkreis (ob's mehr am versprochenen Kuchen oder an der Musik lag? Wir wissen es nicht) einen netten Kammermusiknachmittag veranstaltet. Eine tolle Rhabarbertarte wurde von Dr. O beigesteuert, und nachdem ich in den Kommentaren neulich darauf hingewiesen wurde, dass es Clotted Cream direkt bei mir um die Ecke zu kaufen gibt, habe ich kurzerhand Scones gemacht. Schnell ein klassisches Rezept von Delia Smith rausgesucht, bis auf, dass ich sie 10 Minuten zu lang im Ofen gelassen habe, und sie etwas hart und dunkel geworden sind, war alles super:

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Lecker, und ein rundum gelungener Nachmittag!

Einzig die Clotted Cream hat ein wenig enttäuscht: Sie war nämlich komplett durchpasteurisiert, 4 Monate lang haltbar, und die typische, golden-cremige Fettschicht hat komplett gefehlt. Aber mit Clotted Cream ist das glücklicherweise ja so ähnlich wie mit Pizza oder mit Sex: Selbst wenn sie schlecht ist, ist sie immer noch ziemlich gut.

Ballabeni

Von: rosa

Mein allerliebster Eisladen wird immer besser, leider aber auch immer voller:

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Ballabeni letztes Wochenende: 15 Minuten Wartezeit bis zur Eiskugel! Vor mir in der Schlange ein typisches Schwabinger Naturphänomen: Nahtlos glitterig gebräunte Dame im weißen Kaftankleid mit Goldkordel, rechts unten im Bild Schwanz (!) ihrer Dackelhandtasche (!!).

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Vorne: Eis, hinten: Sammlung Brandhorst.
Eis: Hach, köstlich! Schokolade, Birnensorbet (so birnig und garnicht wässrig, herrlich!), Joghurt: Eins besser als das andere!
Sammlung Brandhorst: Lustig-bunter Museumsbau, schräg gegenüber vom Ballabeni, äußerlich schon mal ganz hübsch, was drin ist kann ich aber noch nicht sagen: Macht nämlich erst am nächsten Donnerstag auf.


Ballabeni, Theresien- Ecke Türkenstr. (U3/U6 Universität, um die Ecke vom Koreaner).
1,20 € kostet eine Kugel, es gibt immer ca. 8-10 Sorten, Rosas Lieblinge sind Schoko-Ingwer, griechischer Joghurt, Kokossorbet.

Bärlauch "Surprise"

Von: rosa

Der liebe A. hatte mir ja am Montag aus heimatlichen Gärten ungefähr ein Pfund guten Bärlauch und eine Riesentüte Rhabarber mitgebracht (merke: Leute zum Essen einladen zahlt sich aus!). Weil ich viel unterwegs war, die letzten Abende, konnte er erst heute aus dem Kühlschrank befreit und zu Pesto verarbeitet werden, und siehe da, nicht nur der Bärlauch hatte sich trotz 5 Tagen im Kühlschrank erstaunlich gut gehalten, eine hübsche Überraschung kroch nach ein paar Minuten im Warmen aus der Plastiktüte ins Freie:

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Die beiden Schnecklein habe ich schnell im Hinterhof ausgesetzt (ich kann kein Schnecklein töten, in meinen Balkonpflanzen möchte ich sie aber trotzdem lieber nicht haben), dann stand der Bärlauchpestogroßproduktion nichts mehr im Weg.

Mayonnaisentrouble

Von: rosa

Ich war ja nie ein Mayonnaisenfan - liegt wahrscheinlich an den vielen, furchtbaren mayonnaisegetränkten Nudel- und Kartoffelsalaten (inklusive Eier, Dosenerbsen und, manchmal und am traumatisierendsten, Dosenananas), die ich in meiner norddeutschen Jugend auf den Buffets ertragen musste. Nur hausgemachtes Aioli hatte eine kleine Chance. Als beim Frankreichurlaub S dann aber ihr Salatdressing öfter mit etwas fertiger Bio-Mayonnaise abgemildert hat, war ich überrascht: So schlecht schmeckt das ja eigentlich garnicht! Als neulich eine große Form voll Ofengemüse vor sich hinschmurgelte, wollte ich's also kurzerhand probieren: Eine Knoblauchmayonnaise, Aioli, sollte es werden! Ich habe mich an Petras Pürierstabmayonnaise erinnert, und genau nach Rezept losgelegt. Jedoch, ach:

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Mayonnaise kaputt!

Ein flockiges Desaster - ermuntert mich nicht gerade zu weiteren Experimenten, was könnte ich nur falsch gemacht haben? Jetzt habe ich im Bioladen erstmal ein Glas mit Fertigmayo gekauft, und werde den Knoblauch nach Bedarf unterrühren. Irgendwelche Ideen, was da passiert sein könnte?

Reichliche Markteinkäufe

Von: rosa


Flieder!

Seit ich ein halbwegs geregeltes Büroarbeitsleben habe, kann ich mich ja wirklich gepflegt über die rückständigen Öffnungszeiten hier in Bayern aufregen: Wann sollen Berufstätige denn bitte anständig einkaufen! Ich habe nunmal keine Hausfrau zuhause sitzen, die für mich täglich einholen kann! Mein toller Lieblingsbäcker schließt wochentags um halb 7 (hmpf!), der Markt am Neuhauser Rotkreuzplatz ist Donnerstags von 13 bis 18 Uhr (grumpf!). Auf Bauernmärkte, die unter der Woche natürlich höchstens bis 18 Uhr gehen (selbst der Viktualienmarkt, der quasi auf meinem Heimweg läge, macht immer um 18 Uhr zu, jammer), schaff ich's einzig am Samstag, natürlich schließen dann alle schon um die Mittagszeit, das heißt, wenn ich's nicht bis um 10 aus dem Haus geschafft habe, bleibt doch wieder nur der Bio-Supermarkt übrig, und da am Samstag auch kein Markt in meiner Nähe ist, muss ich immer ein bisschen weiter fahren. Einen ausführlichen Markteinkauf schaffe ich also leider nur alle paar Wochen.

Heute habe ich die Weltreise nach Nord-Ost-Schwabing wieder mal auf mich genommen, und wie immer, wenn man mich auf einem Bauernmarkt freilaufen lässt, habe ich ein bisschen über die Stränge geschlagen:


Bio-Eichblatt für die ungewohnten Salat-Fress-Flashs, die mich seit 2 Wochen regelmäßig befallen, außerdem je eine gute Handvoll Rucola - zur Salatergänzung - und Sauerampfer - für köstliche, polnische Sauerampfersuppe


Mhmmm, Ziegenkäse: Frischkäse mit Asche, Camembert, und eine halber, kleiner, runder


Huch, ein bisschen viel geworden! Den Spargel gibt's ganz klassisch mit Butter und Kartoffeln, den grünen Spargel - ich konnte nicht widerstehen, der sah so gut aus! - werd ich auf Asia-Art mit Ingwer und Knoblauch kurzbraten, hmm, oder im Ofen rösten und mit Ziegenkäse zu einem Salat vermischen? - ich werde sehen, Karotten und Gurken als Salatergänzung, aus dem Rhabarber werd ich niedliche, kleine Crumbles in meinen Mini-Formen machen, und für nach dem Essen nie verkehrt: Ein guter Obstbrand!


Und wo ich eh schon in Nord-Ost-Schwabing war, habe ich noch den winzigkleinen Umweg über Südschwabing / Maxvorstadt gemacht, und welche der münchenbesten Croissants beim herrlichen Café Schneller eingekauft: An diese fluffigen Gebäckstücke mit karamellig-butteriger Kruste aus hausgemachtem Blätterteig kommen die Croissants der Neuhauser Bäckereien leider nicht mal annäherend ran.