Archive for May 2010

Schokoladen-Trüffel-Torte

Von: rosa

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Auf Wunsch, hier das Rezept für diese köstliche Trüffeltorte. Die Torte ist super-schokoladig und sehr cremig und saftig, ich kann sie mir auch prima als Dessert vorstellen. Das Rezept stammt größtenteils aus diesem Buch, das ich trotz der eher trashigen Billig-Aufmachung garnicht so schlecht finde - die Rezepte, die ich bisher ausprobiert habe, haben jedenfalls alle getaugt. Bei diesem hier gab's eine Schwierigkeit: Im Originalrezept wird der Biskuitboden hergestellt, indem man Eier und Zucker über einem heißen Wasserbad schaumig schlägt. Bei mir ist das Ganze leider fast garnicht aufgegangen, so dass ich den ersten Murks-Boden dann mit Quark + Marmelade verfrühstückt habe, und für die Torte einen zweiten Boden nach einem bewährten Standard-Biskuitrezept gebacken habe.

Man nehme (für eine 26-cm-Springform):
Für den Boden:
3 Eier, getrennt
125 g Rohrzucker
1 TL Vanillezucker
75 g Mehl
60 g Stärke
15 g ungesüsstes Kakaopulver
1 gestr. TL Backpulver
4 EL kalter Espresso
3 EL Weinbrand / Cognac / Rum nach Geschmack

Für die Trüffelcreme:
750 ml Schlagsahne
525 g Bitterschokolade (ich habe 70%-ige Bio-Kuvertüre genommen)
100 g Puderzucker (evtl. weglassen, wenn man Schokolade mit weniger Kakaogehalt nimmt oder es sehr herb mag)

Zum Dekorieren:
Kakaopulver, Puderzucker, evtl. Kuvertüre

Für den Biskuitboden die Eiweiß mit 2 EL kaltem Wasser und einer Prise Salz zu Schnee schlagen. Zucker einrieseln lassen, dabei weiterschlagen. Eigelb unterheben.
Gesiebte Mischung der restlichen Zutaten vorsichtig unterrühren.
Bei 190 Grad ca. 30 Minuten in gefetteter Springform backen. Abkühlen lassen, aus der Springform lösen, die Springform auswaschen und den Boden wieder hineintun. Mit der Espresso-Weinbrand-Mischung beträufeln.

Für die Trüffelcreme die Schokolade im Wasserbad schmelzen und abkühlen lassen, bis sie höchstens handwarm und gerade eben noch flüssig ist. Sahne schlagen, nach ca. einer Minute den Zucker einrieseln lassen und weiterschlagen, bis sie halbsteif ist. Dann die Schokolade hinzugeben und auf kleinster Stufe vorsichtig weiterschlagen bis alles eine homogene Masse ergibt. Bei mir ist die geschmolzene Schokolade erst gestockt und alles sah leicht klumpig aus - nach kurzem Weiterschlagen hat sich dann aber alles prima vermischt. Creme auf dem Biskuit verteilen. Das Ganze mindestens 3-4 Stunden kaltstellen.

Zum Dekorieren die Torte mit Kakaopulver bestäuben. Papierstreifen drauflegen und mit Puderzucker bestäuben, so dass man 3-5 hübsche Streifen bekommt (ich habe 3 gemacht, finde mehr Streifen aber, glaube ich, hübscher). Ich habe den mittleren Streifen dann noch mit Schokoteilchen belegt, die ich aus Kuvertüre auf Butterbrotpapier gespritzt habe - einfach eine kleine Spritztülle aus etwas Butterbrotpapier drehen und kurz im Kühlschrank fest werden lassen. Sehr hübsch, allerdings: Wir konnten die Torte zwischendurch ca. 3-4 Stunden nicht kühlen - und die Puderzuckerdeko ist dabei ziemlich durchgeweicht. Also am besten fix nach dem Dekorieren servieren, oder möglichst durchgehend kühlstellen.

Außerdem kann ich mir noch prima eine Aromatisierung vorstellen - so schmeckt die Torte halt fast nur nach Schokolade, was natürlich super ist, aber auch ein Bestreichen vom Bisquitboden mit etwas Orangen- oder Kirschmarmelade oder etwas angedickten Himbeeren kann ich mir sehr gut vorstellen.

Kuchenwrack

Von: rosa

Kennt ihr alle die witzige Seite Cakewrecks, ja? Naja, ein Bäcker bei mir in der Nähe, der auch sonst sehr nach "hier dekoriert die Chefin noch selbst" ausschaut, hat seit Neuestem ein paar Kuchen im Schaufenster stehen. Ansonsten ist er natürlich nicht so wundervoll wie der Neulinger, hat aber im Gegensatz zu ihm (das ist nämlich leider das einzige nicht-Wundervolle am Neulinger) auch am Sonntag auf, und macht ganz anständige Brötchen.

Hier das erste Exemplar:
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Naja: Das geht ja noch. Ein bisschen eigenartig spartanisch dekoriert, und das Herz so komisch asymmetrisch viel zu weit rechts zu platzieren, widerspricht zumindest meinen Vorstellungen von Kuchenästhetik ziemlich heftig.

Links davon dann aber.... (leider leicht verspiegelt, da durch's Schaufenster photographiert):
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Okay. Wo anfangen? Beim Rechtschreibfehler auf der schiefen und verschmierten Schokoladenschrift (bis vor ein paar Tagen stand der Kuchen übrigens noch ohne Schriftzug im Fenster), dem merkwürdigen orangenen Klumpen rechts (das Linke soll wohl ein Schnuller sein), oder der rätselhaften "8" mit dem Knubbel am oberen Ende?

Naja: Falls das schon die besten Exemplare sind, die der Bäcker so produziert, backe ich auch weiterhin lieber selbst:
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Schoko-Trüffel-Torte für einen runden Geburtstag neulich.

Balkon und so

Von: rosa

Den Winter hat fast nichts überlebt (zum Vergleich: Letztes Jahr): Lavendel, Rosmarin und Salbei (alle bisher winterhart) sind eingegangen, nur der Thymian, die Erdbeeren und - natürlich - die bestimmt auch atomkriegresistente Minze sind wiedergekommen. Also musste eingekauft werden:

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Neu: Sauerampfer, Rosmarin, Salbei; alter Thymian. Die Minze wurde in einen extra-Topf ausgelagert!

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Erdbeeren haben einen eigenen Mini-Kasten spendiert bekommen

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Auch neu: Lavendel!

Sehr lachen musste ich übrigens über den Namen des Kräuterzüchters:
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Hihi!

Und wenn ich schon mal dreckige Hände habe, kommen auch gleich die Zimmerpflanzen dran. Ich bin ja eine große Anhängerin davon, Pflanzen regelmäßig zurechtzustutzen:

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Möchte vielleicht jemand Forellenbegonienableger haben?

Ansonsten ist ja gerade Kirchentag in München. Als ich in Berlin gewohnt habe, fand dort der Kirchentag statt, und kann euch sagen: Das ist kein Spaß. Wie damals in Berlin, so auch jetzt in München: Die Stadt voll verpeilter Christen, die die Rolltreppen verstopfen (das allgemeine Höflichkeitsgebot "rechts stehen, links gehen" scheint in Kirchen jedenfalls nicht gepredigt zu werden) und sich, oben angekommen, erstmal ausführlich orientieren, bevor sie weiterlaufen. Immerhin habe ich eine kostenlose taz mit dem schönen Aufmacher "Sex in der Kirche" in die Hand gedrückt bekommen.
Dem Kirchentag entgehe ich, gottseidank, ganz gut - erst durch einen Kurztrip, und am Samstag geht's dann zur Langen Nacht der Wissenschaften (da sind bestimmt nicht so viele Christen), und am Sonntag zu den nur alle 10 Jahre stattfindenden Passionsspielen nach Oberammergau (da könnten dann allerdings schon ein paar Christen sein). Die Passionsspiele gucke ich als Heidin mir ja vor allem aus ethnologischem Interesse an - außerdem kenne ich die Story auch nur so lückenhaft, hoffen wir dann mal, dass ich es schaffe, ohne allzu penetrante Nachfragen beim Sitznachbarn ("ist das jetzt der Böse"?) durchzukommen.