Schokoladen-Trüffel-Torte
Von: rosa

Auf Wunsch, hier das Rezept für diese köstliche Trüffeltorte. Die Torte ist super-schokoladig und sehr cremig und saftig, ich kann sie mir auch prima als Dessert vorstellen. Das Rezept stammt größtenteils aus diesem Buch, das ich trotz der eher trashigen Billig-Aufmachung garnicht so schlecht finde - die Rezepte, die ich bisher ausprobiert habe, haben jedenfalls alle getaugt. Bei diesem hier gab's eine Schwierigkeit: Im Originalrezept wird der Biskuitboden hergestellt, indem man Eier und Zucker über einem heißen Wasserbad schaumig schlägt. Bei mir ist das Ganze leider fast garnicht aufgegangen, so dass ich den ersten Murks-Boden dann mit Quark + Marmelade verfrühstückt habe, und für die Torte einen zweiten Boden nach einem bewährten Standard-Biskuitrezept gebacken habe.
Man nehme (für eine 26-cm-Springform):
Für den Boden:
3 Eier, getrennt
125 g Rohrzucker
1 TL Vanillezucker
75 g Mehl
60 g Stärke
15 g ungesüsstes Kakaopulver
1 gestr. TL Backpulver
4 EL kalter Espresso
3 EL Weinbrand / Cognac / Rum nach Geschmack
Für die Trüffelcreme:
750 ml Schlagsahne
525 g Bitterschokolade (ich habe 70%-ige Bio-Kuvertüre genommen)
100 g Puderzucker (evtl. weglassen, wenn man Schokolade mit weniger Kakaogehalt nimmt oder es sehr herb mag)
Zum Dekorieren:
Kakaopulver, Puderzucker, evtl. Kuvertüre
Für den Biskuitboden die Eiweiß mit 2 EL kaltem Wasser und einer Prise Salz zu Schnee schlagen. Zucker einrieseln lassen, dabei weiterschlagen. Eigelb unterheben.
Gesiebte Mischung der restlichen Zutaten vorsichtig unterrühren.
Bei 190 Grad ca. 30 Minuten in gefetteter Springform backen. Abkühlen lassen, aus der Springform lösen, die Springform auswaschen und den Boden wieder hineintun. Mit der Espresso-Weinbrand-Mischung beträufeln.
Für die Trüffelcreme die Schokolade im Wasserbad schmelzen und abkühlen lassen, bis sie höchstens handwarm und gerade eben noch flüssig ist. Sahne schlagen, nach ca. einer Minute den Zucker einrieseln lassen und weiterschlagen, bis sie halbsteif ist. Dann die Schokolade hinzugeben und auf kleinster Stufe vorsichtig weiterschlagen bis alles eine homogene Masse ergibt. Bei mir ist die geschmolzene Schokolade erst gestockt und alles sah leicht klumpig aus - nach kurzem Weiterschlagen hat sich dann aber alles prima vermischt. Creme auf dem Biskuit verteilen. Das Ganze mindestens 3-4 Stunden kaltstellen.
Zum Dekorieren die Torte mit Kakaopulver bestäuben. Papierstreifen drauflegen und mit Puderzucker bestäuben, so dass man 3-5 hübsche Streifen bekommt (ich habe 3 gemacht, finde mehr Streifen aber, glaube ich, hübscher). Ich habe den mittleren Streifen dann noch mit Schokoteilchen belegt, die ich aus Kuvertüre auf Butterbrotpapier gespritzt habe - einfach eine kleine Spritztülle aus etwas Butterbrotpapier drehen und kurz im Kühlschrank fest werden lassen. Sehr hübsch, allerdings: Wir konnten die Torte zwischendurch ca. 3-4 Stunden nicht kühlen - und die Puderzuckerdeko ist dabei ziemlich durchgeweicht. Also am besten fix nach dem Dekorieren servieren, oder möglichst durchgehend kühlstellen.
Außerdem kann ich mir noch prima eine Aromatisierung vorstellen - so schmeckt die Torte halt fast nur nach Schokolade, was natürlich super ist, aber auch ein Bestreichen vom Bisquitboden mit etwas Orangen- oder Kirschmarmelade oder etwas angedickten Himbeeren kann ich mir sehr gut vorstellen.


