Archive for October 2010

DFssgF 6

Von: rosa

Es wird Herbst, diese doofe, kalte, dunkle, regnerische Jahreszeit vor dem Winter, wie immer aber gibt es wenigstens einen Lichtblick: Fresspakete tauschen!

Auch diesmal mit dem eingängigen Namen DFssgF: Deutsche Foodblogs schicken sich gegenseitig Fresspakete, "Deutsch" natürlich nur aus banalen Portokostengründen.


(schickes, allerdings schon etwas angestaubtes Logo von Wolfgang vom leider nicht mehr online seienden Fillmannshof - falls jemand ein neues basteln möchte - nur zu!)

Nachdem es beim letzten Päckchentausch leider zu bedauerlichen Ausfällen gekommen ist, diesmal mit leicht verändertem Regelwerk:

* Wie schon beim letzten Mal: Bei 40 Teilnehmenden ist Schluss, und wer zuerst kommt mahlt zuerst.

* Mitmachen können aufgrund der Ausfälle diesmal leider nur Personen mit eigenem Blog - es muss kein Foodblog sein, sollte aber am besten zumindest ein bisschen Essenscontent enthalten. Im Zweifel werde ich das diktatorisch entscheiden. Wie schon erwähnt aus Portokostengründen leider nur Teilnehmende mit deutscher Postadresse.

* Ihr mailt mir Namen, eine Postadresse und Blog-URL bis zum Donnerstag, den 4. November, 18 Uhr: rosa an schnuppensuppe.de .
Solltet ihr wichtige Wünsche haben (z.B. vegetarisch, zuckerfrei), die nicht allzu schwer zu erfüllen sind, bitte ruhig erwähnen, ich werde das weitergeben. Ich schicke eine kurze Bestätigungsmail - was allerdings auch mal 2 Tage dauern kann. Falls keine ankommt, hinterlasst unten bitte einen Kommentar.

* Zu kompliziert wird mir das allerdings, wenn jetzt auch die Päckchenversender Sonderwünsche anmelden ("ich muss un-be-dingt meinen Schinken loswerden und kann deshalb auf gar-kei-nen Fall ein Päckchen an Vegetarier schicken!"), bitte entschuldigt!

* Ich lose dann die Leute einander zu, und maile Euch eine Adresse, an die Ihr Euer Päckchen schicken sollt. Ich versuche, das so hinzubiegen, dass die Päckchenpartner nicht aus der gleichen Region stammen. Außerdem sollen es andere Päckchenpartnerinnen als bei den letzten Malen werden. Ich schicke auch die Blog-URL mit, damit man sich schon mal informieren kann, was für einen Geschmack die zu beschenkende Person wohl haben mag.

* Päckchen packen: Um einen groben Anhaltspunkt zu geben, schlage ich vor, dass so 4-6 essbare Goodies, im Wert bis ca. 10 Euro enthalten sein sollten.

* Damit ich nicht (wie beim letzten Mal) monatelang hinter Päckchen hermailen muss, bitte ich euch, die Päckchen spätestens am Montag, den 14.11. abzuschicken.

* Sobald ihr ein Päckchen bekommen habt: Freuen, möglichst schnell bloggen (mir Link mailen!) und essen!

* Eventuell werde ich später die Zusammenfassung mit Bildchen versehen - falls ihr nicht einverstanden seid, dass ich einen Thumbnail Eures Päckchenphotos im Zusammenfassungspost veröffentliche, teilt mir das bitte bei der Anmeldung mit.

* Adressen behandle ich natürlich vertraulich, verkaufe sie nicht weiter, etc.. Wer Klarnamen und Privatadresse nicht preisgeben mag, kann natürlich auch teilnehmen, es gibt ja zahlreiche Anonymisierungsmöglichkeiten, die auch alle schon genutzt wurden: An Freunde / Bekannte / den Arbeitsplatz kann man z.B. schicken lassen, oder eine Packstation nutzen.

* Ihr dürft gerne bei euch im Blog Werbung für den Päckchentausch machen, da ich diesmal keine Ankündigung im Kochtopf veröffentlichen werde.

* Zum Stöbern gibt es hier die Zusammenfassungen vom ersten, zweiten, dritten, vierten und fünften Päckchentausch

USA: Das Essen, NYC

Von: rosa

Natürlich wusste ich aus langjähriger Foodbloglektüre (einige meiner ältesten Lieblingsfoodblogs - z.B. der Amateur Gourmet und The Girl Who Ate Everything - werden von Amerikanern geschrieben), dass in den USA hervorragend gegessen werden kann.
Andererseits sind die USA aber auch Ursprungsland von grauslichen Kettenrestaurants und fettfreier Convenience-Küche.
Alles in allem war ich also doch ziemlich positiv überrascht, wie gut wir eigentlich fast immer und fast überall essen konnten.

Zwar gibt es an jeder Ecke einen Fast-Food-Schuppen, wenn man aber nur ein bisschen genauer hinschaut, schafft man es eigentlich immer, viel toller (und kaum teurer) zu essen. Einen Teil der Restaurants habe ich mir vorher im Internet zusammengesucht, wärmstens empfehlen kann ich für Inspiration vor allem die beiden obigen Blogs sowie das Forum Chowhound. Nicht mehr geschafft haben wir es leider zur Momofuku Noodle Bar (immer, wenn ich mal wieder über Bilder von den Pork Buns stolpere, fange ich fast an zu weinen), zu wirklich guten Bagels, und Cupcakes konnte ich auch nicht mehr probieren - andererseits könnte ich in New York aber auch wahrscheinlich einen Monat lang Urlaub machen, und hätte immer noch Sachen auf meiner To-Eat-Liste. Letztlich waren wir aber ja auch nicht ausschließlich zum Essen da.

Was gab's? Also:

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Diner-Frühstück! Ich esse morgens ja ganz gerne herzhaft, und hatte absolut kein Problem mit Spiegeleiern und Bratkartoffeln (= "home fries") mit Ketchup morgens um neun. Dazu Toast, schön wässriger Kaffee und Orangensaft: Herrlich!

Beide Lokale waren sehr empfehlenswert: Good Stuff Diner und Bonbonniere - beide in Chelsea, ersteres etwas schicker im Fünfziger-Jahre-Design und sehr günstig, die Bonbonniere sah aus wie seit Jahrzehnten nicht renoviert und hatte sehr viel Charme. Und ein tolles Publikum, hihi, als wir dort beim Frühstück saßen marschierte jedenfalls erstmal eine Kompanie Cops an die Bar und verhalf uns zu diesem tollen Frühstücks-Anblick:

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Rrrr! Never before have I felt that safe at a breakfast table.

Außerdem: Burger!

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Burger, Pommes, Sundae

Beim hippen Shake Shack (mehrere Locations: Wir waren beim Kiosk im Madison Square Park - nicht von den langen Schlangen abschrecken lassen, es geht ziemlich schnell!) haben wir Burger gegessen - für mich die vegetarische Variante, ein GROSSARTIGER Mushroom-Burger (ein Monsterchampignon mit Gruyere gefüllt, in Bulettenform gebracht und frittiert - mit ca. 3 Mal so viel Kalorien wie die Fleischvariante ein guter Beleg dafür, dass "vegetarisch" keinesfalls irgendwas mit "Abnehmen" zu tun hat), der Rindburger von S. war auch ziemlich gut, okayen Pommes, und einem phantastischen Nachtisch: Ein Sundae, also Eis (hier "frozen custard" - also gefrorene Vanillesauce) mit "hot fudge sauce", einer Schokosauce die durch das kalte Eis nicht komplett schmilzt, sondern leicht zäh wird, mit ungesüsster, frischer Schlagsahne drauf. Und Kirsche. Hach!

Einen ordentlichen Fleischburger gab es für mich aber auch noch:

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Burger mit Pommes für Rosa
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Lachs mit Risotto für S.

Der Lachs war ziemlich gut, der Burger aber out of this world: Mein bestes Essen der ganzen Reise. Von dem Restaurant Prune hatte ichin einigen Foodblogs gelesen (1, 2). Wie so oft bei Orten, von denen ich schon GANZ VIEL im Internet gelesen habe, war ich überrascht, wie winzig das Restaurant in Wirklichkeit war. Und das wäre auch schon mein einziger Prune-Kritikpunkt: Die Tischlein standen so dicht zusammen, dass ich mich ob der Enge kaum getraut habe, den Burger mit den Fingern zu essen.
Ansonsten: Ein Traum, der saftige, würzige, medium gebratene Burger! Wunderbar das Brötchen (bei dem es sich nicht um ein labberiges Standardbrötchen, sondern einen festeren "English Muffin" handelt) bestrichen mit einer knoblauchigen Kräuterbutter - phantastisch. Alles zusammen gab es für 12 Dollar, dazu Leitungswasser satt und einen entzückenden, leicht lispenden, großgewachsenen, spirreligen Kellner im rosa T-Shirt mit Afrofrisur. Hach!

Das Prune ist übrigens eine dieser typischen New Yorker Lokalitäten, bei denen ich mich beim ersten Anblick immer gefreut habe: Aaah, wie schön, dass ist ja auch mal etwas abgeranzt und garnicht so schick hier! Bis man sich dann doch zwischen lauter Anzugtypen und Modehäschen wiederfindet, und plötzlich merkt, dass die leichte Abgeranztheit komplett durchgestylt ist. So ein Laden ist das Prune auch ein bisschen, und eigentlich ist mir das dann doch wieder zu prätentiös und schickimicki. Aber bei so einem Essen kann ich da schonmal drüber hinwegsehen.

Außerdem: Chinatown!

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Naja!

Bubble Tea - einen süßen, milchigen Eistee mit Tapiokaperlen - musste ich auch endlich mal probieren. Naja: Wuärgs. Genauer: Der Tee war super, und neckisch ist es schon, wie diese Tapiokaperlen genau die richtige Größe haben, um mit dem Strohhalm aufgesaugt zu werden, aber diese leicht glibschigen, kalten, geschmacklosen, gelatinösen Tapiokadinger? Nicht mein Fall.

Während klar war, dass wir in New York wirklich nicht Italienisch essen müssen (das gibt es in München schließlich zur Genüge), wollten wir unbedingt asiatisch essen gehen. Durch Chinatown sind wir einen halben Tag lang gestreift, haben lustiges Obst und Gemüse bewundert, 10 köstliche Jiaozi für 2 Dollar als Zwischenmahlzeit erstanden, und haben gegessen: In Chinatown gab es mittags "soup dumplings" (naja, Dim Sum halt), und abends waren wir vietnamesisch essen bei Nam Son in Chinatown:

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Phở für S., und für mich ein köstliches Gericht, das aus kalten Reisnudeln, Frühlingsrollen, Schweinekoteletts und einer Essig-Fischsaucentunke besteht (und das es so ähnlich in München übrigens bei Lilys Bistro in der Dachauer Straße gibt):

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Mhmmm!

Auch in Japan gibt es Nudelsuppen:

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Kimchi Ramen!

Ein paar Tage später waren wir dann nämlich bei Sapporo, einer kleinen Nudelbar in der Nähe vom Times Square, phantastische Ramen essen (und als Vorspeise gab es die besten Gyoza - = Jiaozi- die ich je gegessen habe. schön ingwerig und würzig).

Was es außerdem noch in New York City gab:

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Monstorportionen für hungrige New-York-Besucher_innen

Südstaatenküche bei Pies'n'Thighs in Brooklyn! Der Laden ist in Williamsburg, nicht weit von der hipsterigsten Hipstergegend - das mit den Hipstern ist in New York aber irgendwie alles nicht so schlimm, weil man dort nur einmal um die Ecke biegen muss, um plötzlich nur noch Mexikaner, Koreaner oder orthodoxe Juden zu sehen. Also: Südstaatenküche! Frittiertes Hühnchen für den S., für mich ein Beilagenteller mit zahlreichen in Europa kaum erhältlichen Spezialitäten: Maccharoni Cheese, "collard greens" (eine Kohlsorte, die ähnliche wie Grünkohl schmeckt) und "black-eyed peas" - das war schon alles ganz lecker, vor allem aber: Viel!

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Horchata: Kalt und erfrischend.

Eine nette Zwischenmahlzeit: Horchata, eine Art Milchreis-Drink. Schmeckt leicht süß und schön zimtig, gibt es oft bei Burrito-Imbisswagen für wenig Geld zu kaufen.

Dann waren wir noch, nach einem Hinweis vom Segelfreund C. ("I always go there when I'm in New York, you have to check it out!") in der Lower East Side, nicht weit von Chinatown, Doughnuts essen, und Kaffee trinken:

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Amazing: Menü von Doughnut Plant.

In der Schlange hinter uns erstmal ein Typ aus San Francisco, der uns erzählt hat, er wäre extra für die Doughnuts angereist. Wir haben dann ein kleines Sortiment für's Frühstück eingekauft: Besonders toll war der Carrot-Cake-Donut, eine geniale Kreation außerdem der Creme-Brulee-Donut, mit zarter Vanillecreme gefüllt und krachigem Karamell glasiert. Außerdem wurden wir von C. noch zum um die Ecke liegenden Roasting Plant geschickt, einem tollen Coffeeshop in einer netten Straße, in dem man eine Bohnensorte wählt - und sehen kann, wie sie durch ein futuristisches Schlauchsystem in's Mahlwerk gesaugt wird und dann der Kaffee entsteht. Fancy!

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Schoko-Doughnut mit Kaffee: Frühstück für die Champions! Macht für eine Stunde sehr, sehr satt (vor allem will man nie mehr wieder irgendwas Süßes essen), nach 2 Stunden ist der Zucker dann aber abgebaut und man braucht dringend sofort was Herzhaftes.

Was gab es sonst noch so? Ein paar Klassiker: Wir waren öfter Pizza-Slices essen (wirklich gut!), Pastrami-Sandwiches gab es bei Katz's Deli (naja: entzückender, seit Jahrzehnten nicht mehr renovierter Laden, Pastrami war OK, wenn auch ziemlich teuer), Chili-Cheese- und Sauerkraut-Hotdogs außerdem karibische Rotis, und schließlich noch eine Reihe von nicht weiter bemerkenswerten Essen - schließlich war erstens das Hotelzimmer in New York schon teuer genug, außerdem wollten wir zwar oft, aber dann auch nicht immer einen Riesenumweg für wirklich phantastisches Essen machen.

Hach, New York. Würde ich da wieder hin? Jederzeit! Erstaunlich entspannte Leute, großartiges Essen, jede Art von Kultur, die man sich wünschen kann, der Ozean nur eine U-Bahn-Fahrt entfernt - für einen Städteurlaub meine wärmste Empfehlung!

USA: Der Urlaub

Von: rosa

Also: Mit etwas Verspätung (musste erst noch zu einer Hochzeit am anderen Deutschlandende fahren, den ersten hobbybedingten Auftritt absolvieren, und eine Woche krank im Bett rumliegen) ein Post über den USA-Urlaub. So richtig geplanten Urlaub mit Hotel-Übernachtungen und Mietwagen und Flug habe ich im Erwachsenenalter ja quasi noch nie gemacht - bisher haben sich meine Urlaube meist durch Transit, Sprachkurse, oder einen lustig über Europa verteilt wohnenden Freundeskreis ergeben. Eine aufregendes Abenteuer war das also, und es ist wirklich toll geworden. Daran hatte auch das großartige Wetter seinen Anteil, das fast komplett aus ca. 25 Grad und Sonnenschein bestand - herrlich.

Wir waren erst ein paar Tage in Manhattan, sind dann mit einem Mietwagen das Hudson Valley hochgefahren, in den Catskill Mountains gewandert und haben entzückende Kleinstädte wie Poughkeepsie, Saugerties und New Paltz besichtigt, dort einen herrlichen Bauernmarkt und ein wundervolles Nerd-Cafe ("/root") entdeckt. Über New Haven dann ans Cape Cod, diese riesig lange, in den Atlantik ragende Halbinsel mit wunderbaren, enormen Sandstränden auf beiden Seiten, die sich in weiten Teilen zwar etwas schnöselig anfühlt - alles aber mit den Stränden und der schrägen Schwulenhochburg Provincetown am Ende wieder gutmacht. Über Providence und Boston ging es wieder nach New York, diesmal nach Brooklyn, und nach ein paar weiteren Nächten zurück nach München.

Also, tolle Sachen haben wir gesehen:

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Im New Yorker Lincoln-Center unbeabsichtigterweise mitten in die Fashion Week hineingeplatzt (hier im Bild: bereits fertig geschminkte und mit Alienfrisuren zurechtgemachte Models inkl. Kaffee und Zigaretten).

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Aaah! Abhängen in der Park-Hängematte mit spektakulärem Manhattan-Blick im brandneuen Park Hunters Point in Queens, um die Ecke vom wundervollen MoMA PS1...:

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...einem großen, alten Schulhaus voll moderner Kunst.

Bei unserer Tour sind wir viel in der Natur rumgefahren - und diese Natur ist in Nordamerika ja wirklich wunderschön, im Gegensatz zu Mitteleuropa aber vor allem ziemlich menschenleer: Auf einen Berg in den Catskills sind wir gewandert, und haben gerade mal 5 Menschen getroffen. An den meisten Strände waren wir selbst bei phantastischem Wetter fast allein.

Überhaupt: Meer, Meer, Meer, riesige Strände... :
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Hier in Coney Island, von Manhattan aus in einer guten halben Stunde mit der U-Bahn zu erreichen: Eine breite, lange Strandpromenade führt bis zum Brighton Beach - wo man dann fast nur noch Russisch hört, und an den Straßenecken für einen Dollar köstliche Piroggen kaufen kann.

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Cape Cod, kurz hinter Wellfleet: Eine wunderschöne Landzungenumwanderung war das, sogar auf einem offiziellen Wanderweg, erst ein paar Kilometer einen Sandstrand entlang, dann eine kleine, steinige Landzunge bis in die Cape-Buch hinein, dann durch herrliches Marschland wieder zurück. Wir sind vielleicht 10 Leuten, dafür aber zahlreichen Krabben begegnet. Toll!

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Walegucken am Cape Cod: Fast so entzückend wie die Wale unter dem Regenbogen (so ein fliegendes Einhorn hat noch gefehlt) waren die vielen Amerikaner, die bei jeder Wal-Erscheinung in lauthalse kindliche Begeisterung ausgebrochen sind.

Wir haben Adler gesehen, und Seelöwen sind kurz vor uns in der Meerbrandung aufgetaucht, lustige Winkerkrabben sind rumgekrabbelt, und ein anderes, komisches Tier war gleich massenweise an den Stränden angeschwemmt:
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Irgendwelche Biologen hier? An den Stränden waren wirklich viele von diesen etwas unheimlichen Dingern, die unter der harten Schale etwas krebsartig aussahen.

So, ich könnte ja noch lange mit phantastischen Bildern von Sandstränden mit blauem Himmel weitermachen. Aber lassen wir das mal - das könnte erstens langweilig werden, zweitens aber von der nunmal leider nötigen Anpassung ans deutsche Herbstwetter (in München aktuell: ca. 5 Grad, dunkelgrauer Himmel, Nieselregen) ablenken.

Aber auch außer Stränden und Meer gab es ja noch einiges zu sehen:

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Von Freunden wurde ich auf meinen allerersten Segeltörn überhaupt in die Providence Bay mitgenommen: Was für ein Spaß. Wenn Segeln nur nicht so unglaublich teuer wäre!

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Im entzückenden, von pensionierten Fans geleiteten Edward-Gorey-Museum auf Cape Cod durften makabere Details nicht fehlen.

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Hihi! Ich kaufe ein "r" und zwei "g"s.

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Nicht nur das Meer war toll: Wunderhübsche Seen haben wir im Hudson Valley gefunden und umwandert.

Toll war's! Von unserem größtenteils wirklich guten Essen habe ich natürlich auch viele Bilder gemacht - dazu kommt in den nächsten Tagen noch ein Extra-Post.

P.S. Und für alle treuen Leser_innen, die bis hierher mitgelesen haben, nachdem im letztjährigen Post bereits die erste Anfrage aufgetaucht ist: Eine neue Runde Fresspaketetausch gewünscht?