A week ago today...

Von: rosa

Seit einer Woche steht das Leben Kopf:

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Blobby's here!

Blobby ist kerngesund und wohlbehalten auf die Welt gekommen, und wir regenerieren uns langsam von der Geburt und finden in den neuen Lebensabschnitt. Das entzückende Kindchen macht es uns zum Glück ziemlich leicht - nicht nur ist es von der aller-, aller-, allerniedlichsten Sorte (ganz objektiv von Freunden ohne Hormonrausch bestätigt!!1!), es ist vital und fit und gönnt uns doch friedlich schlafend reichlich Ruhepausen.

Und weil es gerade aktuell ist: Blobby ist mit großartiger Unterstützung der Hebammen im Geburtshaus München auf die Welt gekommen. Und ist die Lage freiberuflicher Hebammen sowieso schon prekär, und die Hebammenversorgung z.B. in München Mangelware, droht sie, bald noch schlimmer zu werden - der jetzt schon sauteure Haftpflichtversicherungsmarkt für Hebammen könnte demnächst ganz zusammenzubrechen. Eine politische Lösung muss her!

Was könnt ihr tun? Es gibt eine Petition, und bundesweite Demonstrationen.
Nächste Woche geht es also mit Blobby auf seine erste Demo.

Rautatieasema, Kiitos, Suomenlinna, Seurasaari

Von: rosa

Huch, war das aber lange still hier.
Jaha, denn: Wir waren weg! Unseren Krautgarten hatten wir in der Zwischenzeit untervermietet.
Und ein paar dieser bizarren finnische Wörter - siehe Überschrift, in dieser Reihenfolge: Bahnhof, Danke, Suomenlinna, Seurasaari - weiß ich noch auswendig: Nach einem langen Berlin-Wochenende und einer Woche an der polnischen Ostseeküste (dort gesehen: die wundervolle, sandstrandige Halbinsel Hel, Horrorpartyhochburg mit Bezahlpier Sopot, und das schicke Danzig) ging es nämlich nach Finnland. Da sind wir mit dem Schiff aus Gdynia rübergefahren, haben uns erst ein bisschen Helsinki und die oben verlinkten Touristenhighlights angeschaut, und sind dann in das großartige Familienmökki, das Sommerhaus unserer finnischen Freunde gefahren.

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Der alte Bauernhof: Für ein Mökki ziemlich groß

Unser Plan war, dort Pilze zu sammeln, und ich würd mal sagen, das hat ganz gut geklappt:
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Pilze an Waldboden, im Hintergrund Pilzabschneidewerkzeug und Pilzjäger in Gummistiefeln

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Pilze in der Küche, und dies ist nur ein kleiner Teil der Ausbeute!

Wir haben so viel gefunden, dass es im Mökki dann zu jeder Mahlzeit Pilze - vor allem die abgebildeten Trompetenpfifferlinge - gab, auf dem alten, gusseisernen Holzofen gebraten. Und zwischen Pilzesammeln, -putzen und -kochen ging es noch kurz in die holzbeheizte Sauna im ehemaligen Viehstall:
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Saunasitzgelegenheit, rechts mittig der Saunaofen, rechts unten der zweite Saunaofen mit riesigem Wasserbehälter - der einzigen Warmwasserstelle auf dem Gelände

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Saunaausblick, auch nicht schlecht

Ein toller Herbsturlaub war das, und wenn ich noch ein bisschen Zeit finde, schreib ich in den nächsten Tagen noch ein bisschen was über das - für mich zum Teil ziemlich fremdartige und schräge - finnische Essen.

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Byebye, shippy - zwischen den Inselchen, die die alte Festung Suomenlinna ausmachen, fahren regelmäßig riesige Passagierfähren durch - ein beeindruckender Anblick

Kunst und Gemüse

Von: rosa

Welch ein Themen-Potpourri! Sonst geht es um Gemüse, heute um moderne Kunst. Und zwar war ich gestern auf der Documenta, der großen Ausstellung für zeitgenössische Kunst in Kassel. Viel Tolles habe ich gesehen, am meisten kann ich die Filme von Wedemeyer empfehlen, für die man sich allerdings ungefähr eine Stunde Zeit nehmen muss.

Ein paar Schnittstellen zwischen Kunst und Gemüse (man will die Stammleser ja nicht verprellen) habe ich allerdings auch gefunden:
Den Doing-Nothing-Garden, ein Hügel mit allerlei buntem Gemüse, im Bild mindestens Schwarzkohl, Wildtomätchen und merkwürdig haarige Erbsen:
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Und einen Mangoldkahn, einen, yup, Kahn bepflanzt mit Mangold (der bei uns auf dem Acker gedeiht aber besser, wobei, da laufen täglich auch nicht Hunderte von Bildungsbürgern durch):
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Und obwohl ich keine Anhängerin des langweiligen und sinnlosen Einwands gegen moderne Kunst, "das könnte auch ein Kleinkind malen!", bin, bei ein paar Exponaten musste ich doch ein wenig loskichern. Das hat mich zur folgenden Bilderserie inspiriert:
Is it Art or is it random shit?
Und weil ich Lust darauf habe, gibt es für die erste Person, die Kunst und Nicht-Kunst richtig rät (oder weiß!), bei Interesse einen Preis, der keinesfalls von irgendjemandem gesponsort, sondern von mir selbst bezahlt und persönlich verschickt wird. Der Preis: Eine Tafel meiner aktuellen Lieblingsschokolade! Und die ist saulecker. Also strengt euch an!

Und hier: Das Quiz! Es gibt 3 möglich Antworten: "Kunst", "nicht-Kunst", und "I absolutely don't have the foggiest". Zur Hilfe: Auf zwei Bildern ist definitiv Kunst zu sehen, auf zweien definitiv Nicht-Kunst.

(A)
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(B)
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(C)
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(D)
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(F)
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Viel Spaß dabei!

Brüssel

Von: rosa

Neulich das erste Mal in Brüssel gewesen - die Freundin M. wohnt inzwischen dort und hat ihren Dreißigsten groß gefeiert. Leider: Hat es die zwei Tage unseres Brüsselaufenthalts fast komplett durchgeregnet. Jedoch: Ein bisschen was konnten wir immerhin doch von der Stadt sehen, und das Allerwichtigste haben wir auch noch mitgenommen: Fritten!

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Lange Schlange vor der Pommesbude Frit Flagey - und eins sollte man in jedem Fall mitbringen: Geduuuuld. Vor der belgischen Entspanntheit (wir wollen mal nicht Schnarchigkeit sagen) waren wir schon gewarnt - aber dass es fast eine Stunde dauern sollte, die 20 Leute vor uns mit Pommes zu versorgen, hätten wir dann doch nicht gedacht. Als Belohnung für die Warterei im inzwischen kalten und peitschenden Regen gab's dann jedoch immerhin:
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POOMMEEEESSS! Und die waren wirklich sehr gut: Knusprig, heiß, kartoffelig... mhmmm!

Am nächsten Tag haben wir dann nach dem Post-Party-Brunch immerhin noch einen kleinen Streifzug durch die Innenstadt (sehr hübsch) und zum Europäischen Parlament (sehr hässlich) gemacht. Eine Rast gab's im überaus netten Cafe Arcadi:
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Himbeertarte und unglaublicher, warmer Schokokuchen, während draußen der Regen prasselte.

Nachdem es nur noch nieselte, sind wir weitergezogen und haben um die Ecke eine tolle Wandmalerei entdeckt:
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Gaston, der schusselige Bürobote aus dem gleichnamigen Comic, an einem Brüsseler Parkhaus! Als ich mal krank war, habe ich mich durch sämtliche Gaston-Comics gelesen - höchste Zeit, das wieder einmal zu tun!

Am Sonntag Abend hatten dann leider viele Restaurants zu - so dass wir bei einem entzückenden Portugiesen (Vieil in Ixelles) gegessen haben. Zu den herrlichen (Tinten-)Fisch-Schmorgerichten in würziger Tomaten-Gemüse-Sauce gab es portugiesisches Bier ("Superbock"), sowie, als Zugeständnis an der Gastland, die in Belgien übliche Beilage:
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Noch harmlos die Vorspeise: Muscheln und Garnelen, in duftiger Kräuter-Knoblauch-Olivenöl geschmort...
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schockierend dann die monströse Pommesplatte mit Salatdeko, die man in Belgien anscheinend für eine passende Beilage zu würzigen Gemüse-Fisch-Schmorpfannen hält. Nun ja: Wir haben Weißbrot nachgeordert, und uns bei den Pommes mal eher zurückgehalten.

Nett war's! M., vielen Dank für Party-Einladung und die guten Brüssel-Tipps, wir kommen bestimmt mal wieder, und das nächste Mal schaffen wir dann hoffentlich auch Pralinengeschäftvergleiche, Manneken-Pis-Besichtigung, und Moules Frites. Einen Tag später ging es dann mit dem Eurostar weiter nach London - davon dann mehr demnächst.

Schnuppensuppenkühlschrank

Von: rosa

Bei Petra, der Kaltmamsell und Ilse gesehen: Kühlschrankbilder. Hier ist meiner:

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Nagelneuer Schnuppensuppenkühlschrank

Das Ding haben wir ja erst seit zwei Monaten, und ich muss sagen: Naja, tendenziell ein Fehlkauf. Problem 1: Unten hat das Ding noch zwei Gefrierfächer. Der Boden des obersten Fachs besteht jedoch nur aus einem unverkleideten Metallrost - da ist uns schon ein Icepack kaputtgegangen (das schön den halben Gefrierschrankinhalt blau eingefärbt hat), und auch in Plastiktüten Gefrorenes klebt daran gerne mal fest und reißt. Problem 2: In der Tür gibt es nur ein Fach (dafür übergroß), in dem Flaschen und Tetrapaks Platz haben. Selbst mein voriger Mini-Unterbau-Kühlschrank hatte neben dem Milchfach noch ein zweites Fach, in dem zumindest Saucenfläschchen untergebracht werden konnten. Hier ist das Milchfach monströs hoch, ins oberstes passen dafür gerade mal Senfgläser. Deshalb musste dann, Problem 3: Einer der Glasböden weichen, um das Saucenportfolio unterzubringen, so dass es auch im Kühlschrank drin ein monströses, und zwei kleine Fächer gibt. Die Aufteilung ist also etwas blöd - im Normalfall ist der Platz aber vollkommen ausreichen.

Ansonsten: Hm, gibt's da irgendwelche Besonderheiten? Im Riesenglas in der Tür ist Rinderfond, ganz links Reiswein, oben links in der Tür Ahornsirup aus dem USA-Urlaub. Ansonsten findet das geübte Auge im Kühlschrank noch einige englische Käsepackungen aus dem London-Urlaub letzter Woche, über den hier in den nächsten Tagen auch nochmal zu lesen sein wird.

Krams 10

Von: rosa

* Neulich in Soizbuag (für Norddeutsche: Salzburg) gewesen, zur Geburtstagsparty von B. und ihrer Freundin C.. Und die wirre Adressangabe ergab zuerst überhaupt keinen Sinn: Im 4. Obergeschoss, aber es sollte eine Gartenparty werden? Ts, diese lustigen Österreicher, die Scherzkekse! Als wir die kleine Gasse raufstiegen, hat es uns dann aber langsam gedämmert (und da merkt man die Herkunft aus dem Flachland): Salzburg hat Berge in der Stadt! Das mehrere Jahrhunderte alte, höchst charmante Haus lag direkt am Kapuzinerberg - und aus dem 4. Stock konnte man bequem mehrere Dachgartenebenen erklimmen. Traumhaft - und wie alle neuen Gäste sind auch wir erstmal eine halbe Stunden mit offenem Mund staunend und doof herumgestanden, bis wir uns so langsam eingekriegt hatten, uns mit lecker Partyessen, Bier und Traumblick niederlassen und endlich den Geburtstagskindern widmen konnten.
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Traumblick von Dachgartenebene anderthalb


* Bei der Party war auch K. dabei, extra aus Berlin angereist, und nachdem sie ja Initiatorin und Teilnehmerin des ersten Schweinsbratentests war, hatte sie voller Vorfreude wieder einen kleinen München-Zwischenstopp zum nächsten Durchgang geplant. Jedoch: Der Zug sollte erst gegen 7 ankommen, deshalb waren sowieso nur zwei Wirtshäuser, und beide in der Nähe geplant: Ins Jagdschlössl und den in den Kommentaren viel gepriesenen Löwengarten (Bio-Fleisch!) wollten wir gehen. Aber dann ist etwas noch nie Dagewesenes passiert: Im Jagdschlössl war der Schweinsbraten aus! Das ist uns ja noch nie passiert, blöd gelaufen, spricht aber natürlich für die Schweinsbratentagesfrische. Da besonders K. aber schon mächtig ausgehungert war, haben wir dann schnell die Biere ausgetrunken, beschlossen, den Schweinsbratentest auf ein andermal zu verschieben - und einfach so im Löwengarten abendgegessen. Sehr gut war's, das Essen wirklich fein, und sobald wir es beim Schweinsbratentest dort hinschaffen, gibt's auch Photos.

* Neulich bei meiner ersten richtigen Weinprobe plus Sechsgangmenü gewesen. Der A. hatte mich per SMS spontan dazugeladen - nach einem kurzfristigen Ausfall des eigentlich eingeplanten Freundes. Nachdem ich dort schon ein paar Mal wirklich fein gegessen hatte, war ich natürlich dabei. Hmmmnaja: Das Menü war wirklich gut, die Weine auch, zu sehen, wie die verschiedenen Weine zu den Speisen passen ist schon auch spannend - aber die tendenziell schnöseligen, etwas zu bestimmend vorgetragenen und oft esoterisch anmutenden Weinbeschreibungen des Sommeliers ("ein Wein mit Tiefe und Charakter" - WTF?) haben mich nicht gerade vom Hocker gerissen. Das Publikum schien zur einen Hälfte aus Yuppies, zur anderen aus etwas nervigen Weinstrebern zu bestehen (fehlte gerade noch das Fingerschnippen). Vielleicht hätte ich mit mehr Ahnung von Weinen mehr von den Sommelierserklärungen profitiert - trotzdem war mein Eindruck, dass in der Runde weniger der echte Erkenntnisgewinn, sondern mehr das Herumgeprotze, sei es mit Weinwissen oder mit dem übrigen Geld für die sauteuren Weine, im Vordergrund stand. Naja, so wirklich war das nix für mich.
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Weinprobennachtisch: Warme Schoko-Rosmarin-Küchlein, mhmmm

* Alle schon Anke Gröners Buch bestellt, ja? Da freu ich mich ja schon ziemlich drauf, sollte eine tolle Lektüre werden. Aber, ein Kritikpunkt, den ich jetzt schon anbringen kann: Dank des Titels bekomme ich das Kinderlied seit Tagen nicht mehr aus dem Kopf. Vielen Dank auch!

* Inzwischen sind die Tomatenpflanzen erstaunlicherweise alle prima losgewachsen - und nachdem der Balkonplatz eher knapp ist, hätte ich noch zwei Tomatenpflänzlein übrig. Irgendwer Interesse?