Balkon und so

Von: rosa

Den Winter hat fast nichts überlebt (zum Vergleich: Letztes Jahr): Lavendel, Rosmarin und Salbei (alle bisher winterhart) sind eingegangen, nur der Thymian, die Erdbeeren und - natürlich - die bestimmt auch atomkriegresistente Minze sind wiedergekommen. Also musste eingekauft werden:

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Neu: Sauerampfer, Rosmarin, Salbei; alter Thymian. Die Minze wurde in einen extra-Topf ausgelagert!

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Erdbeeren haben einen eigenen Mini-Kasten spendiert bekommen

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Auch neu: Lavendel!

Sehr lachen musste ich übrigens über den Namen des Kräuterzüchters:
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Hihi!

Und wenn ich schon mal dreckige Hände habe, kommen auch gleich die Zimmerpflanzen dran. Ich bin ja eine große Anhängerin davon, Pflanzen regelmäßig zurechtzustutzen:

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Möchte vielleicht jemand Forellenbegonienableger haben?

Ansonsten ist ja gerade Kirchentag in München. Als ich in Berlin gewohnt habe, fand dort der Kirchentag statt, und kann euch sagen: Das ist kein Spaß. Wie damals in Berlin, so auch jetzt in München: Die Stadt voll verpeilter Christen, die die Rolltreppen verstopfen (das allgemeine Höflichkeitsgebot "rechts stehen, links gehen" scheint in Kirchen jedenfalls nicht gepredigt zu werden) und sich, oben angekommen, erstmal ausführlich orientieren, bevor sie weiterlaufen. Immerhin habe ich eine kostenlose taz mit dem schönen Aufmacher "Sex in der Kirche" in die Hand gedrückt bekommen.
Dem Kirchentag entgehe ich, gottseidank, ganz gut - erst durch einen Kurztrip, und am Samstag geht's dann zur Langen Nacht der Wissenschaften (da sind bestimmt nicht so viele Christen), und am Sonntag zu den nur alle 10 Jahre stattfindenden Passionsspielen nach Oberammergau (da könnten dann allerdings schon ein paar Christen sein). Die Passionsspiele gucke ich als Heidin mir ja vor allem aus ethnologischem Interesse an - außerdem kenne ich die Story auch nur so lückenhaft, hoffen wir dann mal, dass ich es schaffe, ohne allzu penetrante Nachfragen beim Sitznachbarn ("ist das jetzt der Böse"?) durchzukommen.

Bäckerei Neulinger, München

Von: rosa

Also,
mein Lieblingsbäcker:

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Gebloggt habe ich schon vereinzelte Bildchen seiner phantastischen Kuchen (Bienenstich, Windbeutel), ein Baguettephoto gab's auch (na gut, aussehen tut es wie ein gewöhnliches Allerweltsbaguette), verschickt habe ich schonmal sein köstliches genetztes Brot.

Also: Der Neulinger ist mit einigem Abstand mein Lieblingsbäcker (einzige Makel: Die Croissants sind bei Schneller besser, und unter der Woche könnte er wirklich bis 19 Uhr aufhaben, um zum Beispiel mir - als armem Mitglied der arbeitenden Bevölkerung - noch einen schnellen Einkauf nach Feierabend zu ermöglich). Die Schlangen am Samstag winden sich regelmäßig einige Meter aus dem Ladengeschäft heraus - es geht aber so schnell, dass man selten länger als 5 Minuten warten muss.

Dabei würde ich sogar mehr als 5 Minuten warten für das Brot, ach, das Brot....
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Durch alle Sorten habe ich mich noch nicht durchprobiert, aber die, die ich bisher gekostet habe: Wunderbar. Was Besonderes ist das "genetzte Brot", rechts oben im Bild, es ist fast schwammig, sehr saftig, lange haltbar, und dicke, getoastete Scheiben mit ordentlich Butter und Marmelade ergeben ein perfektes Sonntagsfrühstück.

Der Kuchen ist ebenso köstlich, mein Liebling der herrliche Bienenstich, der nicht wie anderswo mit pappigem Vanillepudding gefüllt wird - sondern mit einer fluffigen Sahnecreme. Der Neulinger-Apfelstrudel ist der allerbeste, den ich je gegessen habe (butterig, saftig, süß-säuerlich), die Lebkuchen sind ebenfalls wunderbar, ach, probiert euch einfach durch's Sortiment.

Außerdem ist der Laden einfach wunderschön:
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Sitzbereich im Hinterzimmer. Besonders lobenswert: Freies Leitungswasser zur Selbstbedienung!
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Sogar die Garderobe hat Stil.
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Und der Kühlschrank erst!

Der Kühlschrank (technisch inzwischen leicht aufgerüstet!) und das Brotregal stammen übrigens noch aus der niederbayerischen Backstube von Ludwig Neulingers Eltern.

Die beiden Neulinger-Filialen befinden sich in der Volkartstr. 11 (aus der sind die Bilder, Laufweite vom Rotkreuzplatz) und Volkartstr. 48 (neben der befindet sich auch die Backstube, in die man von der Straße aus prima reinkibitzen kann).

[Disclaimer, weil ich doch etwas wild ins Schwärmen geraten bin, räusper, und bezahlte Jubeleinträge bei Blogs ja gerade groß im Kommen sind: Hierfür habe ich rein garnix bekommen!]

Ballabeni

Von: rosa

Mein allerliebster Eisladen wird immer besser, leider aber auch immer voller:

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Ballabeni letztes Wochenende: 15 Minuten Wartezeit bis zur Eiskugel! Vor mir in der Schlange ein typisches Schwabinger Naturphänomen: Nahtlos glitterig gebräunte Dame im weißen Kaftankleid mit Goldkordel, rechts unten im Bild Schwanz (!) ihrer Dackelhandtasche (!!).

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Vorne: Eis, hinten: Sammlung Brandhorst.
Eis: Hach, köstlich! Schokolade, Birnensorbet (so birnig und garnicht wässrig, herrlich!), Joghurt: Eins besser als das andere!
Sammlung Brandhorst: Lustig-bunter Museumsbau, schräg gegenüber vom Ballabeni, äußerlich schon mal ganz hübsch, was drin ist kann ich aber noch nicht sagen: Macht nämlich erst am nächsten Donnerstag auf.


Ballabeni, Theresien- Ecke Türkenstr. (U3/U6 Universität, um die Ecke vom Koreaner).
1,20 € kostet eine Kugel, es gibt immer ca. 8-10 Sorten, Rosas Lieblinge sind Schoko-Ingwer, griechischer Joghurt, Kokossorbet.

Zum Koreaner, München

Von: rosa



Da habe ich gerade wehgeklagt, dass es in München einfach viel zu wenige gute, günstige, schnelle "ethnic" ("ethnische"? Nein. Fremdländisch kochende halt) Imbisse gibt. Aber ein paar wenige gibt es doch, und einen meiner Lieblinge wollte ich schon länger mal vorstellen: "Zum Koreaner"! Wie man auf der Webseite nachlesen kann, gibt es in München ein gleichnamiges, dazugehöriges und eher teueres Restaurant (ist sogar bei mir um die Ecke in Neuhausen) - da war ich aber noch nie - und den superobertollen Imbiss. Beides wird laut Webseite von einem deutsch-koreanischen Paar geführt. Im Imbiss werden folgerichtig zögerliche Fleischesserinnen wie ich damit beruhigt, dass das Fleisch aus dem Chiemgau stammt - was zumindest schonmal auf nicht allerschlimmstes Billigfleisch hindeutet.
Man muss an der Theke bestellen und sein Essen, das bei Fertigstellung lauthals ausgerufen wird, selbst abholen - dafür geht es schnell, selten muss man mehr als 5 Minuten warten.

Zwar arbeite ich nicht mehr um die Ecke vom Imbiss wie noch vor einem halben Jahr - komme allerdings auf meinem täglichen Nachhauseweg fast da vorbei. Wenn ich mal richtig ausgehungert bin, und wirklich keine Lust oder Zeit zum Kochen habe, mache ich da oft einen Abendessens-Zwischenstopp. Das Essen kostet um die 5 Euro pro Hauptgericht, neben dem legendär-köstlichen Schweinebauch finde ich noch die Tofueintöpfe und das Kimbap toll, Banchan, einen gemischten Teller mit kalten Vorspeisen, gibt es auch. Wunderschöne Bilder und einen Einblick in die koreanische Küche findet man im Blog der großartigen Robyn, zum Beispiel hier.

Wer nicht mit koreanischem Essen vertraut ist: Eine der Grundlagen, was auf einer gedeckten Tafel nie fehlen darf, und von Exilkoreanern wohl am schmerzlichsten vermisst wird, ist: Kimchi! Fermentierter Chinakohl mit viel, VIEL Chili. Köstlich und süchtigmachend und äußerst wohltuend. Wenn ich einen verrenkten Magen hatte, hat Kimchi ihn bisher immer zuverlässig in Ordnung gebracht.

Neulich also mal mit Münchenbesuch beim Koreaner gewesen (hat ihn hoffentlich gebührend beeindruckt!), und meine kleine Digitalkamera mitgenommen:

Zu Essen hatten wir eine kleine Schale Kimchi (2,60), den phänomenalen Schweinebauch (4,60) und einen höllisch-heißen Eintopf mit einem ganzen Seidentofu-Block als Einlage (~5). Dazu lecker Bier:


vorne: fast vom Weißkohlsalat begrabener Schweinebauch; links: Kimchi; geradeaus: Tofueintopf; rechts: Bierchen; ganz hinten: Beeindruckter Münchenbesucher

Es war köstlich, und gerade an kalten Winterabenden kann ich mir fast kein besseres Essen vorstellen.

Zum Koreaner, Webseite hier.
Amalienstr. 51. (U3/U6 Universität)
80799 München
Öffnungszeiten (lt. Webseite):
Werktags 9:00-22:00 Uhr
Wochenende und Feiertags ab 11:00-22:00 Uhr

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