Neukölln revisited, once again

Von: rosa

Neulich wieder mal in Berlin gewesen. Schön war's:

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Kaum angekommen, gleich mal koreanisch gegessen bei einem netten, kleinen Imbiss in der Pappellallee: Bibimbap mit Kimchi und kleiner Suppe.

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Dann aber auch wieder schnell weg aus dem Prenzlauer Berg: Mit der Bahn gen Süden!

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Auf dem Lieblingsmarkt noch schnell ein paar Törtchen besorgt: Canelé, Schoko-Baiser-Ganache, Zitrone. Canelé war wie immer toll (hat sogar S beeindruckt, die die letzten 10 Jahr in Frankreich verbracht hat), mein Liebling: Das wunderschöne Zitronentörtlein.

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Hihi: Ex-Neuköllnschild, beim letzten Besuch noch da, inzwischen weggeklaut. In Neuhausen wär das nicht passiert!

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Auch nicht wie in Neuhausen: Neuköllner Türsprüche.

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Come age, come influential friends - inzwischen kenn ich da wen, und musste natürlich unbedingt mal vorbeischauen. Naja: Tolle Kunst am Bau (bzw: Bilder im Flur), die Büros haben aber durchschnittliche Behördenqualität, Einblicke in die Abgeordnetenarbeit sind aber wirklich spannend. Erschreckend die mir berichtete Technikinkompetenz der Leute, die da Entscheidungen treffen - weswegen dann vermutlich auch solche Beschlüsse zustandekommen.

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Nach aufreibendem Bundestagsbürobesuch: Gemüter beruhigen mit Kreuzberger Falafeln vom King! in der Graefestraße.

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Nachts dann irgendwann nach Partyfailure und Mitternachtssnack in der Kneipe mit dem lustigen Namen gelandet, bei der es den einzigen Cocktail gibt, den ich wirklich gerne mag: Polnischen Büffelgraswodka - Żubrówka - mit Apfelsaft und Spritzer Zitrone. Don't knock it till you've tried it!

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Schließlich konnte ich noch beim ersten Berliner Karottenmob vorbeischauen. Die Idee: Konsum soll umweltfreundliche Nachhaltigkeit unterstützen. Die Karottenmobber wählen einen Laden aus, der gerne Geld in umweltfreundliche Umbauten / Anschaffungen investieren würde - und organisieren einen Mob. Der Ladenbesitzer verpflichtet sich, 35% der Einnahmen im festgelegten Zeitraum in das Projekt zu investieren. Tolle Idee, schickes Logo! Wann gibt's sowas in München?

Tschüssi Berlin, bis zum nächsten Mal!

Neukölln revisited

Von: rosa

Puh, viel zu tun gibt es gerade, und außerdem ist mir vorletzte Woche ja noch eine Woche Berlin dazwischengekommen - endlich habe ich meiner alten Heimat Neukölln mal wieder einen Besuch abgestattet! Und wie man vielleicht sieht, bin ich inzwischen endlich im Besitz einer handlichen Digitalkamera - nachdem Zorra passenderweise gerade dazu aufgefordert hat, werde ich die demnächst noch hier im Blog vorstellen.

Also, Berlin. Was soll ich sagen, es hat sich einiges verändert:

Neukölln: Jetzt mit Ortseingangsschild!


Neuköllner Türkenmarkt: Jetzt mit beklopptem Markthinweisschild; der Markt selbst glücklicherweise wie eh und je dominiert von rabiaten, mit Buggy und Einkaufstrolley bewaffneten Türkenmüttern

Und gutes Essen gab's natürlich auch:

Weltbeste Kreuzberger Pizza!


Weltbester, unschnöseliger Mitte-Vietnamese: Einmal rohe Frühlingsrolle und Pho mit Tofu, bitte! Den Preis erwähne ich lieber nicht, ich möchte schließlich meinen süddeutschen Leserinnen nicht die Tränen in die Augen treiben. Aber um den Preis geht's eigentlich garnicht - selbst die 4 mal so teuren Münchner Vietnamesen sind nicht halb so gut! Hier gehe ich immer essen, wenn ich in B bin. Die Frühlingsrolle mit der leichten, süß-sauer-scharfen Essigtunke ist eins meiner Top-10-all-time-favourite-überhaupt-Essen!

Auf meinem Berliner Lieblingsmarkt am Wittenbergplatz (jeden Donnerstag!) hab ich's Abends auch noch geschafft, vorbeizuschauen:

Scharmante Gebäcknamen...


...neckisches Gemüse...


...unfassbare Törtchen.

Für später mitgenommen: Ein "Montblanc", auf dem Bild oben rechts zu sehen, das war mir allerdings ein bisschen zu kompakt, ich mag sie lieber luftig, wie das hier. Außerdem: Ein Canelé, und ich muss ja sagen, diese Dinger sehen nicht nach viel aus, schmecken aber so UNFASSBAR lecker! Wie eine Art Crumpet, ein fast schwammiger, saftiger, grobporiger Teig, eher wenig gesüßt, dafür mit einer knatschigen Karamellkruste, köstlich:


Und Lustiges gab's noch zu sehen:

Hihi!


Haha!

Und schließlich: Ein Ratespiel! Was ist das (da kann man auch überall was essen, oder wenigstens trinken!):
(1):


(2):


(3):

Abschied 4

Von: rosa

* Eigentlich hat sich garnicht so viel geändert: Mein Kaufhaus am Hermannplatz sieht fast genauso aus und liegt jetzt am Rotkreuzplatz, der Nymphenburger Kanal ist ebenso grünlich-schleimig und müffelnd wie der Neuköllner, Döner heisst jetzt Leberkässemmel, aber das isst man als anständige Pseudoveganerin ja sowieso höchstens einmal im Jahr.

* Ein bisschen was hat sich unerwartet dann aber doch geändert: Der Neuköllner Durchschnittsbürger hatte seinen Waldi (Maannn, ey, jetz bell hier doch nich einfach die Leute an, sons geh ich bald nich mehr mit Dir raus!) erstaunlicherweise doch deutlich besser unter Kontrolle als der Münchner. Hier wurde ich jedenfalls innerhalb einer Woche schon zwei Mal von dumm kläffenden Fifis angefallen, deren Herr- bzw. Frauchen ziemlich hilflos am Halsband rumzerrten, um Schlimmeres zu verhindern.

* Der Hauptfaktor, an dem ich bislang festmachen kann, warum Berlin sich so urban, und München sich so, nun ja, überhaupt garnicht urban anfühlt, ist ein erstaunlicher: Fremde Leute auf der Straße reden miteinander! Jedenfalls reden sie mit mir, anfangs dachte ich noch, auf urbane Abwehr getrimmt, dass das bestimmt nur die lokale Stadtteilverrückte ist, die mich hier gerade komisch von der Seite anredet, aber nein: Die alte Dame im Bus wollte nur kurz mit mir übers Wetter plauschen. Seitdem passiert mir das alle paar Tage, und ich muss ja sagen: Ich find das nett. Inzwischen hab ich mich sogar schon ans Münchnerische Sie gewöhnt, dass ich am Anfang so schrecklich fand. In Berlin wird das distanzierte Du gepflegt, hier das herzliche Sie.
Nur von Leuten in meinem oder jüngeren Alter oder mit entsprechendem Habitus gesiezt zu werden, das kommt mir immer noch komisch vor, und ich duze instinktiv zurück. Hoffentlich hält die Münchner Kellnerschaft mich nicht für die lokale Stadtteilverrückte. Zur Sicherheit leg ich manchmal ein bisschen Berliner Akzent auf, beim Bestellen.

* "Grüß Gott" bringe ich allerdings immer noch nicht über die Lippen.

Abschied 3

Von: rosa

So langsam bin ich angekommen.

Ein Vergleich in Bildern erlaubt ein erstes Fazit:

Neukölln:


Neuhausen:


Naja, unentschieden, würde ich mal sagen. Neuköllner Altbauhausflur mit einem Hauch von Jugendstil (die wirklich hübschen, türkisen Wandkacheln erkennt man leider nicht allzu gut), der Neuhausener in einer für mich süddeutsch anmutenden, verzierten Gewölbeform. Mit hübschem, ebenfalls nicht sichtbaren, altem Kachelfussboden.

Am Ende des Neuhausener Flurs erahnbar: Ein Aufzug!!1!

Neukölln:


Neuhausen:


Die Aussicht: Klarer Punkt für Neuhausen.

Das lange, hohe Ding ist der Münchner Fernsehturm. Man kann links davon die Aufhängedingense für eines der wenigen Beispiele moderner Architektur, das mich immer wieder aufrichtig entzückt, erahnen.

Neukölln:


Neuhausen:


Was die Kochvorrichtung betrifft, war der Umzug leider ein herber Rückschlag. Zugegeben, Ceran säubert sich leichter, als so ein winkeliger, gitterbedeckter Gasherd. Und Saubermachen gehörte ja noch nie zu meinen Lieblingshobbies. Die vierteljährliche Herdreinigung wird nun also viel schneller vonstatten gehen.
Ebenfalls ein kleiner Trost: Der Backofen. Ich habe ja schon an vielen Stellen (1, 2) über den Gasherdofen geschimpft, und freue mich nun auf die Möglichkeiten eines Umluftofens mit Grilloption.

Kochen werd ich in den nächsten Tagen jedoch erstmal meinen Beitrag zum monatlichen Kochtopf-Event, der diesmal schicksalshaft das Thema "Oktoberfest" hat. Das Fest selbst ist ja seit gestern dankenswerterweise vorbei (die Dirndl! Die wollenen Wadenstutzen! Die betrunkenen Italiener und ihre Campingbusse!), aber als Freundin deftiger Küche und Neumünchnerin werd ich mir natürlich nicht nehmen lassen, teilzunehmen.

Planungsfehler

Von: rosa

Krankheitsbedingt das erste Mal seit Wochen wieder Frühsport betrieben.

Und rein energiehaushaltstechnisch würde man ja denken, wenn der Körper schon morgens so viel Energie verballert, lässt ers dann den Rest des Tages etwas ruhiger angehen.

Jedoch, das Gegenteil ist der Fall: Die als Kistenpack- und Aufräummotivation gedachte Mucke lässt mich nun schon seit einer Stunde in der Wohnung wilden Ausdruckstanz betreiben.

So wird das nie was mit dem bald dräuenden Wohnungsübergabetermin!

Abschied 2

Von: rosa

Mein Kiez und drumherum, in Bildern.

Schnüff.