Krams 13

Posted by: rosa

* Aaaah! Das tollste Superwetter des Jahres (unter 20 Grad! Herrlicher Sonnenschein! Frühling!!1!), und ich habe keine Zeit, mich draußen zu vergnügen. Noch schnell was bloggen, dann muss gearbeitet werden.

* Wenn ich gestresst bin, denke ich ja manchmal so: Ach, keine Zeit, was Ordentliches zu essen, hol Dir halt schnell irgendwas. Im Nachhinein fast immer ein großer Fehler. Neulich Abend zum Beispiel: Ich so auf dem Weg von meinem einen zu meinem anderen Arbeitsplatz, hatte nur ein bisschen Hunger, und habe noch überlegt, kurz beim koreanischen Imbiss für ein Tofusüppchen oder ein Kimbapröllchen einzukehren. Dann dachte ich mir: Nein, dauert echt zu lange gerade, und habe im Stehen schnell eine "Käsebreze" runtergeschlungen.
Bäh: E-kel-haft! Auszugsweißmehlteigig, mit fettig-hart-gummösem Industriegouda überbacken. Buärgs. Lag mir den Abend wie ein Stein im Magen. Am nächsten Tag dann, ich zwar genau so wenig Zeit, aber eisern zum Koreaner gegangen. Eine Portion ultrascharfen Schweinebauch mit Kohlsalat und Reis gegessen, danach noch eine Kugel lecker Eis bei Ballabeni. Und was soll ich sagen: Das Glücksgefühl hat mich durch den Abend getragen und meine Arbeit beflügelt. Merke: Für ordentliches Essen sollte immer Zeit sein!

* Bei meinem derzeitigen Arbeitspensum und dem zusätzlich noch anstehenden Umzug nächste Woche ist das eigentlich kein Wunder, trotzdem habe ich mich über meine Verpeiltheit geärgert: Ich hatte doch diesen Schoko-Bananen-Kuchen beim Cake-Blogevent eingereicht, ne? Tja, meins war erst das dritte eingereichte Rezept - das erste war... ein Banana Chocolate Swirl Cake. Ich habe dieselbe Grundidee glatt nochmal eingereicht. Hmmpf.

* Nachdem sich meine Ansprüche an einen DSL-Anbieter als so streng entpuppt haben, dass fast keiner übrigblieb (meine zwei Kriterien: 1. Sollte nicht mit halbnackten Frauen werben, 2. Noch keine Horrorgeschichten selbst erlebt oder aus dem Freundeskreis gehört), hatte ich mich ja dann für A*cor entschieden.

Seufz. Und prompt meine erste Hotlineterrorgeschichte erlebt (ich weiß, nicht gerade originell, aber ich muss das irgendwo loswerden, und eine so dermaßen absurde Odyssee ist mir selbst bei der Telekom noch nicht untergekommen):

Vor ein paar Tagen nämlich so: Hm, Vertrag habe ich vor 10 Tagen abgeschickt. Im Brief stand "Wir senden Ihnen eine schriftliche Bestätigung, sobald Ihr Auftrag bei uns eingetroffen ist". Noch keine Bestätigung erhalten. Also dachte ich, naja: Ich ruf da mal an. Im Brief steht nämlich die nette Aufforderung: "Haben Sie Fragen? Dann rufen Sie uns an: Nummer X (kostenlos)".

Ich rufe dann also X an.
Bandansage: Diese Nummer wurde deaktiviert, rufen Sie bitte Nummer Y an, kostet auch nur 49 Cent pro Minute.
Ich erstmal so geärgert, weil: Hallo! Im Brief wird eine vollmundig eine kostenlose Hotline versprochen!

Naja, in den sauren Apfel gebissen, Y gewählt. Dort: Bandansage, die einen nur mit einer Kundennummer weiterschaltet.
Hallo: Ich _habe_ noch keine Kundennummer! Das ist ja mein Problem!
Im Internet nachgeschaut, dort Nummer Z gefunden, dort kriegt man zwar "Produktinfos", aber vielleicht erreiche ich ja einen Menschen, so einen echten Menschen, der mir irgendwie weiterhelfen kann.

Also: Z gewählt.
Dort spreche ich mit Mitarbeiter M1. M1 gibt mir eine Telefonnummer A, bei der ich es probieren soll.

A gewählt.
Bandansage: Diese Nummer wurde deaktiviert, rufen Sie bitte Nummer Y an....

Wieder Z gewählt.
Spreche mit Mitarbeiter M2. M2 meint: Waaas, wer hat Ihnen denn Nummer A gegeben? Probieren Sies mal mit Nummer B.

B gewählt.
Bandansage: Diese Nummer wurde deaktiviert, rufen Sie bitte Nummer Y an....

Ich so: Aaaaaaaah! Nein, nein, nein. Ich werde die jetzt solange terrorisieren, bis ich die gewünschten Informationen bekomme!

Wieder Z gewählt.
Spreche mit Mitarbeiter M3. M3 meint: Waaas? Also Nummer B sollte schon funktionieren. Hier habe ich leider nur Zugriff auf Kunden, die ihr DSL telefonisch beauftragt haben. Für Kunden, die per Internet beauftragt haben, sind ganz andere Leute zuständig, ich geb Ihnen da mal ne Nummer... ich so: Neeeein! Keine Nummer! Er so: Naaa gut. Ich stell Sie mal durch.

Düdeldüüüü.... Warteschleife. Ca. 10 Minuten. Meine Wut beginnt, sich in meine Eingeweide zu fressen. Schließlich hebt jemand ab! Hurrah!

So. Mit Mitarbeiter M4 kann ich nun endlich die folgenden Punkte klären:
Mein Auftrag ist eingegangen, warum ich noch keine Bestätigung bekommen habe, ist unklar.
Warum Nummer X nicht mehr geht, kann er nicht sagen - vor ein paar Tagen hat sie noch funktioniert, er hat keine Informationen darüber, dass sie abgeschaltet wurde.
Und immerhin kitzele ich noch folgenden Tipp aus ihm heraus: Falls bei Hotline Y nach einer Kundennummer gefragt wird: Einfach garnichts sagen! Schweigen, eine Minute lang - dann wird man nämlich auch zu einem Mitarbeiter durchgeleitet. Das macht A*cor natürlich nicht öffentlich - aber die paar Leute, die so mein Blog lesen, dürfen das gerne erfahren. Ich hätte mir diese halbe Hotlineterrorstunde gerne erspart.

Und ich muss ja sagen: Ich ver-ste-he es einfach nicht, wie so ein Murks passieren kann. Meine mehrfachen Anrufe kamen A*cor sicher auch nicht günstiger, als eine kostenlose Hotline. Von dem miesen Eindruck, den das Ganze hinterlassen hat, mal ganz abgesehen. Wäre "Maxi" nicht, wäre ich ja wirklich gerne zum freundlichen, lokalen, und etwas teureren M-Net gegangen. Dann hoffe ich mal, dass der Rest reibungslos läuft, und die Freischaltung (die exakt an meinem Umzugstag erfolgen soll) funktioniert.

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Kommentare:


Dann drücke ich Dir ganz doll die Daumen! Wie gesagt, bei uns war das nur bei dem magentafarbenen T untergekommen.
Genau wegen solcher Horrorgeschichten bin ich nicht mehr Kunde bei diesem Anbieter, von denen kriege ich eigentlich auch noch Geld :-) Aber trotzdem viel Glück!
Anbieter wegen werbenden halbnackten Wesen nicht zu wählen ist extremst cool, à mon avis!
rike: Ja, dem T musste ich auch mal mehrere Monate lang böse Briefe schicken, auf meinen ersten 2 Rechnungen war nämlich ... alles doppelt berechnet worden! 1&1 hingegen hat sich mal standhaft geweigert, mich aus einem Vertrag zu entlassen, und dabei ein sehr... interessantes Rechtsverständnis bewiesen. Nach 3 bösen Briefen war dann Ruhe. Aber ich möchte eigentlich nicht das Gefühl haben, dass der Provider erstmal versucht, mich übers Ohr zu hauen - selbst, wenn nur 20% der Leute bereits nach 2 Briefen aufgeben, hat sich die Sache für die ja schon gelohnt. Ekelerregend.

Über A*cor hab ich so empirisch bisher am wenigsten schlimme Geschichten gehört. Schaun wir mal ;)

Um auch mal was Positives zu erwähnen: Nur empfehlen kann ich in Servicehinsicht ja den Ökostromanbieter Lichtblick. Die Stadtwerke München sind auch super. Warum sind Stromanbieter eigentlich so toll, und DSL-Anbieter so mies?
Das ist eine interessante Frage. Dazu meine beste Umzugsgeschichte: Wir zogen aus dem Schwabenland umzugserprobt nach Potsdam. Wie üblic gingen wir am Umzugsfreitag zum Stromzähler, notierten Nummer und Stand, um dann bei den Stadtwerken anzurufen. Dort teilte man uns fröhlich mit, dass hierfür ein Servicemitarbeiter das vor Ort erledigen müsse. Der Hausmeister meinte lapidar: ist doch immer so, hätten sie ja schon machen können, als Sie den Mietvertrag unterschrieben haben. Gerne, wenn wir esgewusst hätten... So kampierten wir 3 Tage in der Wohnung, da Warm-Wasser über einen Boiler kam (Strombetrieben), die Bäder kein Tageslicht besaßen...
In der Hoffnung, dass Dein Umzug gut klappt! LG
Theoretisch gesehen sollte der freie Wettbewerb gleichermaßen positive Auswirkungen auf Strom- und Telefonmarkt haben. Das wäre sicher eine Arbeit zu untersuchen, warum das nicht so ist.
Ansonsten gibt es ja noch ein Subunternehmen, dass ich servicetechnisch absolut bewerben würde, auch wenn das "Mutter"(?)Unternehmen servicetechnisch eine Katastrophe ist. Aber hier ist nicht der Platz für Werbung, deswegen verstummt die Grille an dieser Stille.
Immer wieder diese Dummheiten beim spontanen Essenskauf, sind leider auch andernorts bekannt ;-)

Auf weitere DSL-Geschichten wird gerne gewartet. Unser DSL-Anbieter wurde zumindest gerade gekündigt (nach stundenlanger Suche im Internetportal nach einer entsprechenden Möglichkeit; irgendwo versteckt dann eine Telefonnummer, die nagerufen werden musste damit dann eine Seite freigeschaltet wird, die dann ans Unternehmen zurückgefaxt werden muss; natürlich war da erst mal nicht alle gebuchten Optionen bei, die müssen dann extra gekündigt werden - also nochmal anrufen und dann wars aber gut) und da wird doch gerne von Tipps profitiert (auch wenn Arcor nicht in die enegere Wahl kommt).
oh dear! ich hatte auch aerger hier im verwirrten koenigreich. ab und zu wird 'versehentlich' mal unser telefonanschluss gekappt und der customerservice spielt dann verrueckt, wenn man von ner telefonzelle aus anruft. das nervigste ist dann der 'line test', obwohl man eh weiss, dass die schuld sind und nicht man selbst. ich gebe dann immer an IT professional zu sein, und dann leiten sie mich weiter ;)

habe uebrigens deine bohnen endlich verwendet! :D

http://somethingfromanythin...

x "L"
Hmhhmmhm, schmunzel! Also dieses Anbieter hin und her kennen wir in unserer WG auch zur Genüge und du beschreibst nur zu gut das Gefühl, den Telefonhörer aus dem Fenster und sämtlichen Mitarbeitern um die Ohren zu schleudern....überhaupt lese ich deinen Blog seit einem guten Jahr mit Begeisterung, zufällig stieß ich damals in Spanien auf der Internetrecherche nach einem Apfelkuchenrezept darauf. Und witzig, als du das erste Mal Ballabeni (kann mich noch an die ersten Tage erinnern, als KEINER anstand und das Schoko-Ingwer Eis began, die Menschen zu überzeugen...) erwähntest, habe ich angefangen zu sinnieren, ob wir wohl nicht heimliche Nachbarn sind?! Jetzt kommt auch noch der Koreaner in der Geschichte vor, also du musst ja wohl (zumindest noch!) eine Maxvorstädterin sein... Nun jedenfalls hab ich denn den Spaniern auch deinen versunkenen Apfelkuchen gebacken und hohes Lob geerntet---OH, que rrrrrrrico! Auch dein Rhabarberkuchen ist vorzüglich, ich und alle, die ihn schon probieren durften, lieben ihn einfach!

An dieser Stelle also mal danke für das Teilen von leckeren Rezepten und erheiternden Anekdoten!
Einen schönen Umzug auch!
Es grüßt susanita
Rike: Huch. Dass jemand vorbeikommen muss, um Stromzähler abzulesen, habe ich noch nie gehört. In Berlin macht man das selber!

Jiminy: Nun ja ;) Wo hier schon Provider namentlich niedergemacht werden, dürfen auch gerne positive Anekdoten verbreitet werden. Meinen Sie C*? Hatte ich mir auch überlegt - scheiterte aber daran, dass sie kein praktisches alles-inklusive-Paket angeboten haben.

L: Black beans looking good!

Susanita: Danke, danke!
Ich bin und bleibe Neuhausenerin; Fürs gute Essen in Amalien-/Türkenstraße und Umgebung radele ich aber öfter mal nach Maxvorstadt rüber - sind ja nur ein paar Minuten! Der Koreaner ist gerade mein absolutes Lieblingslokal - _so_ leckeres Essen! Ich glaube, bald habe ich mich einmal durch die komplette Karte probiert.

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