Janssons Versuchung (Janssons frestelse)
Von: rosa

Der S. kocht viel und gut, und hat sich (wie ich) über die Jahre schon ein hübsches Repertoire an Standardgerichten zusammengekocht. Regelmäßig gibt es zum Beispiel Club Sandwiches, oder Aggro-Chicken. Ein weiteres Standardgericht von S. ist der köstliche, schwedische Kartoffelauflauf "Janssons Versuchung". Gelesen hatte ich von ihm schonmal, und zwar im entzückenden Buch "Linus lässt nichts anbrennen". Gegessen hab ich ihn aber das erste Mal bei S. Auch für Kochanfänger ist er übrigens prima geeignet: Man benötigt insgesamt nämlich nur 4 Zutaten, und zwar alle in handelsüblichen Mengen.
Wichtig ist die Wahl der richtigen Anchovis: Normale Sardellen sind nämlich falsch, man benötigt speziell salzig-würzig eingelegte Sprotten, die in Deutschland als "Appetitsild" in den Fischtheken gut sortierter Supermärkte zu finden sind, und in Schweden angeblich "Ansjovis" heißen - eventuell sind Sie gar auch in den Filialen der bekannten Möbelhauskette zu finden? Ähnlich wie Anchovis lösen sie sich im Auflauf fast komplett auf.

That's all, folks: Nur vier Zutaten!
Und so geht's, für 4 Portionen nehme man:
ca. 1,25 kg mehligkochende Kartoffeln
2 kleine Dosen Appetitsild
400 ml Sahne
3 mittelgroße Zwiebeln
Pfeffer
Kartoffeln schälen und in feine Scheiben hobeln.
Die Zwiebeln schälen und in feine Ringe schneiden. Man kann sie kurz in etwas Öl anschwitzen - aber auch, wenn man sie roh im Auflauf unterbringt, werden sie in der Regel gut durchgaren.
Die Appetitsild abgießen, die Flüssigkeit auffangen und mit der Sahne vermischen. Kartoffelscheiben mit Appetitsild und Zwiebeln in 3-4 Lagen schichten, und mit Kartoffeln abschließen, zwischendurch gerne ein bisschen pfeffern.

Schicht, schicht.
Die Appetitsild bringen genau richtig viel Salz für die Kartoffeln mit - man sollte also der Versuchung widerstehen, nachzusalzen.
Das Ganze mit Sahne übergießen, der Auflauf sollte knapp bedeckt sein:

Gieß, gieß!
Bei circa 180 Grad ungefähr 45-60 Minuten lang backen, bis der Auflauf leicht gebräunt ist, und die Kartoffeln gar sind. Auch wenn's schwerfällt und schon herrlich duftet, am besten noch ein paar Minuten im ausgeschalteten Ofen stehenlassen.

Mhmmmmm!
Am liebsten einen Salat dazu - ein perfektes Winteressen!































